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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

26.09.2016

Immobilienboom und Wohnungsnot in den Uni-Städten

Das Wintersemester steht vor der Tür und die Lage am Wohnungsmarkt wird für Studenten immer prekärer. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den Uni-Städten wächst unaufhörlich und doch haben weder die Politik, noch die Immobilieneigentümer den richtigen Hebel gefunden um beidseitig zu partizipieren. In den Großstädten ziehen die Preise an und die Zielgruppe der Studenten wird nicht bedacht, obwohl WG´s eine gute Alternative für Vermieter wären.

Wohnungsmarkt wird für Studenten immer prekärer

Das schwarze Brett an den Universitäten ist voll von Wohnungsgesuchen. Dort, wo früher Tipps zum Nachtleben und Lerngruppen das Auge des Betrachters auf sich zogen wird jeder Quadratzentimeter für ein "Suche Zimmer in WG" genutzt. Ja, in den Uni-Städten ist es fast nicht mehr möglich ein paar Quadratmeter zu ergattern.

Der Student an sich und sein Ruf nach Wohnraum

Anstelle sich als Vermieter mit dieser Zielgruppe eingehender zu beschäftigen sucht der gemeine Vermieter die klassische Familie oder besser noch ein Beamtenpaar mittleren Alters, wohl in dem Glauben, sie seien solventer und ordentlicher. Dabei ist die typische WG der 80´er Jahre kaum ein Bespiel dafür, wie Wohngemeinschaften heutzutage funktionieren.

Lernen steht absolut im Fokus der heutigen Generation und lange Partynächte und verspätete Mietszahlungen gehören seit Langem der Vergangenheit an, so Branchenkenner und Vermieter, die einer Studenten-WG positiv gegenüber stehen. Und auch finanziell hat die WG ihre Vorteile:

Eine typische 100 Quadratmeter große Berliner Altbauwohnung mittleren Standards mit drei Zimmern kann mit 900 Euro Mietzins kalkuliert werden. Mietet jedoch ein Student das Objekt für die klassische Dreier-WG an, können zwei der drei Zimmer für jeweils 380 Euro weiter vermietet werden. Sofern der Mietvertrag vorsieht, dass Untervermieter nur nach Prüfung des Mietinteressenten durch den Vermieter möglich ist, entsteht allein durch die kumulierte Mieteinnahme aller WG-Bewohner ausreichend finanzielle Sicherheit. Doch gibt es auch genügend Bewerber für diese Mietkonstellation?

Studie belegt Wohnungsnot bei Studenten

In 19 Unistädten schätzen Forscher des Moses-Mendelsohn-Instituts den Wohnungsmarkt für Studenten als kritisch ein. Dabei wurden alle Hochschulstädte mit mehr als 5000 Studenten detailliert für den Auftraggeber, den Immobilienentwickler GBI, betrachtet.

Es wurden unter anderem Leerstandquoten, die allgemeinen Mietpreise und Mieten von WG´s, sowie alle Studentenzahlen ausgewertet. Darüber hinaus berücksichtigt die Studie auch Berufsanfänger, die stärkste Konkurrenz der Studenten am Wohnungsmarkt.

Im Ergebnis wurde das bestätigt, was die "schwarzen Bretter" an den Unis längst beschreiben: In den Metropolen München, Frankfurt a.M, Köln, Hamburg, Stuttgart, Freiburg, Darmstadt und Berlin ist es fast schier unmöglich auch nur ein halbwegs bezahlbares Zimmer in einer Wohngemeinschaft zu ergattern.

Gute Universität contra Standort

Und der Student an sich entscheidet sich meist zuerst für die geeignete Universität und dann erst für den Standort. Demzufolge quellen die namenhaften Uni-Städte über und in den eher unangespannten Universitätsstädten wie Bielefeld, Hannover, Kaiserslautern & Co, wo die Mietpreise eher stagnieren, bleiben die Studenten aus.

Somit verringert sich der Anspruch der Studierenden auf die Ausstattung und die innerstädtische Lage des Wohnortes. Am Beispiel Berlins zieht es die Studenten entweder in die Außenbezirke, oder es reicht auch mal ein Zweibett-Zimmer auf 16 Quadratmeter im coolen und urbanen Kreuzberg für 350 Euro Miete im Monat.

Die Chancen der Wohnungsnot von Studenten

Die Politik ist überfordert, seit langem. Zwar wird mehr gebaut, gerade von kommunaler Seite, aber es scheint mancherorts unmöglich zu sein, bezahlbaren Wohnraum für den gemeinen Bürger zu erbauen und zu fördern - nun noch für Studenten?

Mietpreisbremse, Instandhaltungskosten, ortsübliche Vergleichsmieten, es ist nicht mehr leicht eine Immobilie auch renditeorientiert zu halten. Dabei kann ein relativ preiswerter Umbau der Zimmeraufteilung, gerade in Zeiten des niedrigen Zinsniveaus, ein gutes Investment sein, das sich am Ende rechnet. Und junge Mieter im Mix mit Alteingesessenen, führt nachweislich auch zu einer höheren Mieterzufriedenheit und geringeren Leerstandszeiten.

Ein kleiner Tipp am Ende: Befragen sie die Zielgruppe der Studenten einmal, was sie wollen, was sie brauchen. Holen Sie sich Gewissheit über die rechtlichen Voraussetzungen einer WG, von Ihrer Hausverwaltung oder einem Rechtsanwalt. Sie werden überrascht sein, welches Potential in dieser Zielgruppe schlummert.
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