Login

Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

01.06.2017

Immobilien als renditestarke Geldanlage

Viele glauben, dass der Run auf Immobilien als renditestarke Geldanlage vorbei wäre, da die besten Objekte bereits verkauft sind. Doch eine aktuelle Studie der Postbank bestätigt, dass einige Landkreise in Deutschland mit positiven Prognosen eine gute Wahl sind, sein Geld zu vermehren. Dabei gibt es Faustformeln, die helfen können, eine renditestarke Geldanlage zu erkennen. Aber so einfach ist es nicht in der Gesamtbetrachtung bei kapitalschwachen Haushalten.

Bereits als junger Mensch hört man aus allen Ecken, dass die Immobilie die beste Kapitalanlage sei und wenig Risiko in sich trägt. Und eigentlich müsste sich jeder Immobilien Geldanlage | Foto: (c) Sirichai Puangsuwan/ fotolia.comhalbwegs finanziell sicher gestellte Deutsche eine Immobilie leisten können. Doch ist das wirklich der Fall? Und vor allem, wo kann man mit einer guten Rendite rechnen, wenn die Kapitalanlage aus Beton zum Betongold werden soll?

Das Risiko der Immobilie als renditestarke Geldanlage

Die Deutschen sind die Sparer der Europäischen Union. Allein im Jahre 2016 betrugen die Spareinlagen deutscher Haushalte laut einer Statistik fast 570 Milliarden Euro. Dieser Wert ist vergleichbar mit den Daten aus dem Jahre 1999, in dem fast 600 Milliarden Euro als Geldeinlage bei den Finanzinstituten schlummerten. Darüber hinaus gehen Experten davon aus, dass gut 1,9 Milliarden Euro ohne Zinsbildung auf deutschen Konten vor sich hinvegetieren. Also besteht eigentlich eine solide Basis in Deutschland für den Kauf einer Immobilie als Geldanlage, oder?

Doch so einfach ist es nicht. Derzeit agieren meist die über 50-jährigen als Käufer, ob der Finanzstärke, die eine Zweitimmobilie benötigt. Die junge Generation steht hier vor anderen Herausforderungen. Denn mit fast 40 Milliarden steht der Otto-Normal-Verbraucher bei den Banken in der Schuld und zahlt dafür ordentliche Dispozinsen von 10 Prozent und mehr. Das wären demzufolge alleine vier Milliarden Euro, die der Kaufkraft deutscher Haushalte jährlich fehlen und dies betrifft vor allem jüngere Deutsche. Da sich diese Situation auch in den letzten 10 Jahren fast stabil hielt stellt sich die Frage, wer in 30 Jahren die Immobilien kaufen soll, die die heute über 50-Jährigen erworben haben?

Hier kann man nur anraten, möglichst keine Dispozinsen in Anspruch zu nehmen und den Schuldbetrag als Kleinkredit umzuschulden, mit geringeren Zinsen. Jedenfalls können Immobilien mit hohen Renditen in den kommenden Jahren zur Mangelware werden. Nicht weil es keinen Bedarf an Wohnraum gibt, im Gegenteil, sondern weil sich der Otto-Normal-verbraucher keine Immobilie als renditestarke Geldanlage mehr leisten kann. Und doch gibt es aktuell noch einige Regionen, die einen guten Wertzuwachs prognostizieren, so eine aktuelle Studie der Postbank.

In diesen Regionen lohnt die Immobilie als renditestarke Kapitalanlage

In einer Prognose bis zum Jahr 2030 filterte die Postbank in einer Marktanalyse einige Regionen heraus, bei denen eine Wertsteigerung die Käufer von Immobilien als Geldanlage anlocken. Demzufolge liegt die Stadt Heilbronn auf Platz eins mit einer Wertsteigerung von vier Prozent pro Jahr in den kommenden 13 Jahren. Und mit einem Quadratmeterpreis von 2.182 Euro ist noch ein guter Schnitt zu machen, noch ?

Der Landkreis Erding folgt mit 2,1 Prozent Wertsteigerung bis 2030 und der Landkreis Cloppenburg mit 1,8 Prozent Steigerung pro Jahr. Alle darauffolgenden Städte und Gemeinden der Top-10 liegen in Bayern, mit Ausnahme der Stadt Potsdam bei Berlin. Die Großstädte Berlin, München, Hamburg oder Köln schafften es nicht in dieses Ranking, wenngleich auch dort sicherlich noch Immobilien zu finden sind, die eine positive Kapitalakkumulation versprechen. Denn gerade in den Ballungszentren wird die Nachfrage nach Wohnraum durch Zuzüge auch bis 2030 hoch genug sein, um die Immobilie als renditestarke Geldanlage zu bestätigen.

Was zeichnet eine Immobilie als renditestark aus?

Selbst in Heilbronn sind vier Prozent Wertsteigerung nicht garantiert, wenn es die einzelne Immobilie nicht hergibt. Unabhängig von Lage und Zustand gibt es eine Faustformel, die zu beachten ist. Dabei sollte der Kaufpreis nicht höher ausfallen, als die 25-fache Jahreskaltmiete. Wenn der Kaufpreis bei 350.000 Euro liegt und die Jahresnettokaltmiete bei 12.000 Euro, dann wäre keine Rendite zu erwarten, bei 300.000 läge hier die Obergrenze für den Kauf.

Und doch ist die Gesamtgemengelage zu betrachten. Hier kommt es erstens auf die Lage an und zweitens auf den Instandhaltungszustand der Immobilie. Und wenn zu erwarten ist, dass sich die Umgebung der betreffenden Immobilie überaus positiv gestalten wird, kann auch ein Kauf einer Immobilie in den Großstädten lohnen, die nicht in den Top-10 der genannten Studie der steigerungsfähigsten Gemeinden liegt. Und bei den immer noch niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt ist und bleibt ein Investment in das so genannte Betongold, real, oder als Immobilienfond, eine gute und nachhaltige Wahl.

Foto: (c) Sirichai Puangsuwan/ fotolia.com

Kostenlos und unverbindlich: Hier finden Sie die passende Hausverwaltung in Ihrer Nähe
PLZ:
So einfach geht's
  • Postleitzahl eingeben (2 oder 5 Stellen)
  • Kostenlose Anfrage stellen
  • Angebote erhalten und vergleichen!

Für Hausverwalter
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Firma vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von HausverwalterScout.