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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

16.07.2018

Finanztest bestätigt weiterhin gute Konditionen bei Anschlussfinanzier

Die Zeitung Finanztest hat Anschlussfinanzierungen genauer unter die Lupe genommen. Wer bereits eine Immobilie besitzt kann sich über weiterhin gute Konditionen bei der Anschlussfinanzierung oder dem Forward Darlehen freuen. Doch braucht es dazu einige Kniffe um langfristig von den aktuellen Konditionen zu profitieren und wir erklären kurz die wichtigsten Darlehensformen.

Anschlussfinanzierung Haus | Foto: (c) AlexanderStein/pixabay.com


Die Immobilie ist nach 8 Jahren kaum abbezahlt und die Konditionen, sprich Zinsen, nicht gerade niedrig im Vergleich zu den aktuellen Sätzen. Die damals angebotene Zinsbindung läuft insgesamt 10 Jahre. Macht es Sinn den Kredit umzuschulden und worauf muss man dabei achten? Und sind die Konditionen der Finanzierer in der Regel fast gleich?

Für die aktuelle Ausgabe der Zeitung Finanztest - Juni 2018 - vergleich die Stiftung Warentest Banken und Finanzierer auf Herz und Nieren und kam zu dem Ergebnis, dass Immobilieneigentümer auch zukünftig durch die aktuellen Zinskonditionen Geld sparen können. Insgesamt wurden 78 Institute, Versicherungen und Vermittler verglichen. Grundlage bildete eine Immobilie mit einem Wert von 250.000 Euro und einer noch verbleibenden Restschuld von 150.000 Euro. Bei den Finanzierungsanfragen sollte die Immobilie komplett bezahlt sein.

Weiterhin gute Konditionen bei Anschlussfinanzierungen

Bei dem durchgeführten Vergleich gab immerhin zehn Finanzierer, die bei einer zehnjährigen Zinsbindung einen Effektivzins von unter einem Prozentpunkt anbieten. Das günstigste Angebot bietet dabei aktuell der ?Freie Finanzierer München? mit 0,93 Prozent. Betrachtet man die Zinsen im Jahre 2008 mit durchschnittlich 4,6 Prozent Effektivzins, kann man aktuell von Traumkonditionen sprechen, wenn es um Forward-darlehen und Anschlussfinanzierungen geht.

Hinweis: Beim Effektivzins sind die Kosten inkludiert, die bei der Angebotserstellung bekannt sind, also der Zins an sich und die Kosten für die Grundschuldumschreibung.

Wer ein Forward-Darlehen nutzen will, weil er den Kredit erst in drei Jahren abruft, kann mit einem Zinssatz von 1,5 Prozentpunkten, angeboten von der Ostseesparkasse Rostock, beruhigt in die Zukunft blicken.

Hinweis: Ein Forward-Darlehen bietet sich dann an, wenn man die Anschlussfinanzierung in bis zu drei Jahren angehen muss. Dabei wird der aktuell niedrige Zinssatz gesichert und bildet die Grundlage für die Anschlussfinanzierung. Weitere Hinweise haben wir hier für Sie bereitgestellt.

Wer also eine Immobilie besitzt und den Kreditvertrag vor sieben oder mehr Jahren abschloss, sollte seine damals vorhandenen Konditionen schnell vergleichen und den Markt, auch mithilfe solcher Vergleichstests, sondieren. Denn, so die Stiftung Warentest, ist die Differenz der verglichenen Anbieter sehr groß. Das teuerste Angebot liegt bei 20.100 Euro und das günstigste nur bei 8.600 Euro.

Nicht nur die Konditionen bei Anschlussfinanzierungen sind wichtig

Wer sich von seinem alten Finanzierer lösen will und den Anbieter wechselt, hat einiges zu beachten. In erster Linie ist zu prüfen, ob und wann das bestehende Darlehen überhaupt gekündigt werden kann. Das Schöne dabei ist, dass es für Immobilienkredite in Deutschland ein Sonderkündigungsrecht nach Ablauf von 10 Jahren gibt, ähnlich dem Verbraucherschutz. Dabei ist entscheidend, wann die letzte Rate der Bank angewiesen wurde, seien es auch nur 50 Euro. Wenn diese letzte Rate am 12.08.2008 überweisen wurde ist eine Kündigung zum 12.08.2018 frühestens möglich. Entweder man kündigt fristgerecht nach 10 Jahren, oder, wenn die Finanzierung bereits länger läuft, mit einer Sechs-Monats-Frist. Dies ist dann jederzeit möglich, unabhängig von der im Vertrag angegebenen Zinsbindung.

Ist eine Anschlussfinanzierung erst in bis zu drei Jahren möglich, so im siebten Jahr, sollte man die aktuell günstigen Konditionen über ein Forward-Darlehen sichern, wenngleich es für die Zinssicherheit in der Zukunft gewisse Aufschläge gibt.

Achtung: Auch wenn sich die aktuell von Stiftung Warentest ermittelten Konditionen für Forward-Darlehen mit 1,5 Prozent moderat anhören, sind es doch Zinssicherungen, die einer Wette gleichen. Denn keiner weiß, wie sich die Zinsen zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung entwickeln. Steigen sie an, gewinnt man mit dieser Zinssicherung, sinken die Konditionen, verliert man.

Aktuelles Zinsniveau erlaubt schnellere Tilgung

Fakt ist, dass sich der Wechsel des Kreditgebers allemal lohnen kann, gerade bei Verträgen, die noch mit 3 oder gar 4,5 Prozent daherkamen und kommen. Wer also den Wechsel anstrebt und sich an das Niveau der monatlichen Belastung gewöhnt hat, sollte beim neuen Vertrag die Tilgungsrate erhöhen, letztlich spart man ja an den Zinsen. Ergo ist die Immobilie weitaus schneller abbezahlt.

Dabei sollten Kreditnehmer den doch etwas beschwerlichen Weg gehen und alle Angebote am Markt vergleichen und nicht nur bei der üblichen Hausbank anfragen. Selbst wenn man bei einer Umschuldung Zinskonditionen von 0,1 oder 0,2 Prozentpunkte herausschlägt, kann über die folgenden Jahre der Kreditlaufzeit tausende von Euro sparen. Mit anderen Worten: Wer bereits kündbare, aber teure Konditionen einer Baufinanzierung hält, oder die 10-Jahres-Frist in drei Jahren ausläuft sollte Umschulden, oder aktuell günstige Bauzinsen sichern.


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