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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

28.01.2018

Die Zukunft innerstädtischer Architektur Teil II

Die Städte verändern sich zunehmend. Jede Baulücke, jedes alte Industriegebiet wird für Neubauprojekte genutzt, in Zeiten, in denen der Wohnraummangel das Leben der Menschen in den Metropolen bestimmt. Dies führt zu einem Wandel in den Planungen der Kommunen und die Zukunft innerstädtischer Architektur zeigt sich bereits heute in der Verwendung neuer Baustoffe. Aber wie ändert sich das Wohnen an sich, wie gestaltet sich der Haushalt der Zukunft?

Zukunft der Städtearchitektur | Foto: (c) Michael Gaida/pixabay.com

Die Menschheit wächst, unaufhörlich, die Metropolen platzen aus allen Nähten und der Klimawandel lässt uns alle über Nachhaltigkeit und ökologische Ansätze beim Wohnen nachdenken. Demzufolge ändern sich auch die Bauweisen für Neubauten, die Verwendungen neuer Baustoffe und die Herangehensweisen an die Stadt der Zukunft, wie wir in Teil I bereits beschrieben haben.

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Doch was ändert sich in unserem Leben, beim Wohnen an sich? Und wie können Bauplaner und Architekten unseren Wunsch nach Digitalisierung und energieeffizientem Leben in Gleichgang bringen? Und wie sehen die Metropolen in 50 Jahren vielleicht aus?

Besser Wohnen mit Smart-Home-Konzepten

Als intelligentes Wohnen bezeichnen es die einen, als Wohn- und Lebenskonzept die anderen. Dass der konzeptionellen und technischen Verbindung zwischen Sicherheit und energieeffizienter Energienutzung die Zukunft gehört, ist bereits allen klar. Der moderne Mensch wird in naher Zukunft über eine App all seine technischen Geräte verwalten, die sein wohnliches Umfeld prägen. Ob Heizung oder Sicherheitsanlage, ob Kühlschrank oder Fernseher, die effektive Nutzung aller Geräte in der Wohnung von morgen soll Energie sparen und gleichzeitig die Lebensqualität steigern. Architekten und Bauplaner haben diesen Trend bereits erkannt und im Eigenheimbau kommen diese intelligenten Strategien bereits zum Einsatz.

Allein die Rechtliche Betrachtung steckt noch in den Kinderschuhen, wenn es zum Beispiel um Videoaufnahmen bei der Sicherheit geht und auch die internetbasierte Herangehensweise lässt Raum für Spekulationen über Hacker, die gegebenenfalls die Türen öffnen könnten, wenn man vom Büro aus gerade die Heizung anstellen möchte. Jedenfalls ist die Nachfrage steigend und verändert die Innenraumplanungen ebenso, wie die grundlegenden Planungen von Neubauten.

Häuser und Städte planen mit BIM

Folgende Aussage lässt aufhören: 30 Prozent eines Baubudgets werden für Korrekturen am Bau verwendet, die in der Vorplanung nicht erkennbar waren. Wohl gerade deshalb planen Architekten und Stadtplaner heutzutage vermehrt mit digitaler Unterstützung. Die ganze Planung eines Bauvorhabens wird virtuell erstellt und über eine 3D-Visualisierung bereits vor dem ersten Spatenstich am Computer erstellt. Das hat den Vorteil, dass nicht nur der Bauherr den Neubau bereits im Vorfeld "begehen" kann und ein Gefühl für den umbauten Raum entwickelt. Viel wichtiger ist die Reduzierung struktureller Fehler am Bau, die durch logische Fehlermeldungen bezüglich Maßen und Tragfähigkeiten viel Geld einsparen. Das Building Information Modeling, kurz BIM, wird zunehmend auch städteplanerisch verwendet und wird eher über kurz, als lang, das Bild der Städte verändern.

Variable Wohnraumarchitektur für jede Lebensphase

Die Menschen werden immer älter und die Herausforderungen für Neubauten dadurch immer größer. Die Idee, vom kleinen Studentenappartement, dass sich zur 4-Raum-Familienwohnung bis zur altersgerechten Seniorenwohnung entwickeln kann, beflügelte schon immer die Planer. Durch die Symbiose intelligenter Raumarchitektur und den Lebensphasen angepasster Innenarchitektur können Neubauten entstehen, die ein und demselben Menschen über Jahrzehnte einen flexiblen Lebensraum bieten. Die Tendenz zu immer mehr Zweiraumwohnungen für Singlehaushalte und die Zusammenlegung zweier dieser Wohnungen zu einer familienfreundlichen Umgebung wird bereits heutzutage in den Bauplanungen berücksichtigt. Dabei werden Merkmale wie Altersstruktur, Familienstand und berufliches Umfeld berücksichtigt, um nachhaltiges Wohnen über Jahre in ein und demselben Objekt zu realisieren. Altersgerechte Aspekte wie Fahrstuhl, ebene Flächen wie technische Voraussetzungen für Senioren komplettieren diese Tendenz.

Die Stadt über der Stadt

Es mag vielleicht zu weit in die Zukunft geblickt anmuten, aber dass die Metropolen von heute in 50 Jahren über eine weitere Ebene verfügen ist relativ realistisch. Denn die Bevölkerung wächst, weltweit und unaufhörlich und Städte wie Honkong zeigen bereits in Ansätzen, wohin die Reise geht. Das Arbeitsleben wird auf der untersten, heut bodennahen Ebene vollzogen und eine Etage darüber, vielleicht 50 Meter höher, entstehen ganze Straßenzüge und Wohnbereiche, die von der Sonne durchflutet ein helles Leben ermöglichen und an den Fassaden der Hochhäuser wachsen Pflanzen, die ein lebenswertes Klima ermöglichen. Parkanlagen finden sich auf den Dächern der Hochhäuser, die miteinander verbunden zum Spaziergang einladen und mit Restaurants zum Verweilen einladen. Und die öffentlichen Verkehrsmittel sowie die Lastentransporte verschwinden im Erdreich, natürlich digital gesteuert, nicht von Menschenhand.

Ein digital unterstütztes, energieeffizientes, infrastrukturell intelligentes, vorhersehbar planbares, altersübergreifendes Wohnen unter Verwendung biologischer Baustoffe in der Stadt und dazu noch naturnah. Das ist die Zukunft. Nicht vorstellbar? Na dann sprechen oder lesen wir uns in 50 Jahren wieder.

Foto: (c) Michael Gaida/pixabay.com

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