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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

27.01.2018

Die Zukunft innerstädtischer Architektur Teil I

Es wird viel geplant, gebaut und saniert und ganze Städte verändern sich durch den Bauboom, der durch die immer höhere Nachfrage nach Wohnraum gespeist wird. Lanciert durch den Klimawandel und ein immer stärker werdendes ökologisches Verständnis ändern sich nicht nur die Fassaden in den Straßen, auch das Wohnen an sich unterliegt einem Wandel, dem digitalen Menschen entsprechend. Ein Blick in die Zukunft innerstädtischer Architektur und wie ich unser aller Leben verändert.

Architektur Innenstadt | Foto: (c) geralt/pixabay.com


Dort, wo die Altbauten und gruselige Verfehlungen aus den Sechzigern das innerstädtische Bild prägen, wo Baulücken und ungenutzte Freiflächen kleine Ökosyteme bilden, wo alte Industriebauten als "lost places" den Charme einer Stadt wiederspiegeln, entstehen neue Quartiere, wie es neudeutsch heißt. Der Wohnungsmangel und die Zuzüge in die Metropolen verändern das gewohnte Bild und an der Hauptstadt Berlin zeigt sich dieser Wandel in mannigfaltiger Form.

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Am Beispiel der Europacity, nahe dem Berliner Hauptbahnhof, wird derzeit ein Areal in der Größe von 90 Fußballfeldern aus dem Boden gestampft. Diese City in der City soll circa 8.600 Menschen Platz bieten in gut 4.300 Wohnungen und in den neu erstellten Büroflächen sollen 10.000 Menschen arbeiten. Inklusive Kindergärten, Geschäften, Restaurants und Spielplätzen zeigt sich dort, wie das Wohnen der kommenden Jahrzehnte aussehen wird. Aber auch in Mitte und im Bezirk Friedrichshain entstanden ganze Straßenzüge neu, die den Ansprüchen des modernen Menschen gerecht werden sollen.

Bautrends bestätigen die Zukunft innerstädtischer Architektur

Das Bewusstsein des Menschen wird immer nachhaltiger und bewusst stellen sich Architekten auf ökologisch lancierte Trends ein. Aber auch die Digitalisierung hat längst Einzug gehalten in reale Bauvorhaben und ist längst den planerischen Spielereien im 2D-Format entwachsen. Welche Bautrends sind Wegweiser einer neuen Zukunft in den Städten.

Grüne Gärten in vertikaler Ausrichtung

Die Dachbegrünung ist ein alter Hut. Doch bei zunehmender Enge in de Straßenzügen der Metropolen und dem Wunsch nach klarer Luft werden vertikal ausgerichtete Fassadenbegrünungen zur Zukunft eines grünen Stadtbildes. Längst sind die Bilder aus asiatischen Megastädten in den realen Planungen vieler Kommunen angekommen, wo Pflanzen und Glas, nicht Beton, den Anblick ganzer Hochhäuser neu definieren. Nicht unschuldig daran ist der Klimawandel und die Annahme, dass innerstädtisches Leben Kühlungsmaßnahmen benötigt. Bautechnisch betrachtet sind vertikale Begrünungen von Fassaden heutzutage umsetzbar und verringern nachweislich Hitzestaus und -stress der Bewohner.

Holz, ein alter und wieder neuer Baustoff

Jahrzehnte wurde dieser uralte Baustoff nur für Verschalungen von Beton benutzt, nicht aber als Grundlage von mehrgeschossigen Neubauten. Doch die Nivellierungen von Gesetzen und Bauvorschriften wie auch bestätigende Studien lassen Holz in einem neuen Licht erscheinen. Am Beispiel des Wiener Hochhauses HoHo zeigt sich, dass dieser in Vergessenheit geratene Baustoff eine Renaissance erleben kann, nicht zuletzt wegen der Möglichkeit der modularen Vorbereitung der Wände. Holz ist heutzutage feuerfest bearbeitet, leicht zu transportieren und ein Werkstoff, der in das ökologische Gewissen der Neuzeit passt.

Neuartige Baustoffe beflügeln grünes Gewissen

Styropor und Kunststoffe finden seit Jahrzehnten ihren Einsatz am Bau, vom Einfamilienhaus bis zum Wolkenkratzer. Doch nachhaltig sind diese Baustoffe wahrlich nicht und in ihrer Ökobilanz erschreckend. Doch viele Forschungsinstitute weltweit, so auch das Fraunhofer Institut, forschen mithilfe von Pilzen an neuen Dämmmaterialien, die die herkömmlichen Dämmungen revolutionieren könnten. Solche Pilzkulturen sind ein wiederkehrender Rohstoff, der die Energiebilanz von Wohn- und Geschäftshäusern positiv verändern kann und Experten gehen davon aus, dass deren Verwendung bereits in 10 Jahren der Normalität entsprechen werde. Solche Bio-Biobaustoffe aus Pilzkulturen könnten, je nach Beimischung anderer Materialien, selbst Kunststoffe ersetzen, die beim Fensterbau und im Sanitärbereich Verwendung finden.

Vom Stahlbeton zu Carbonbeton

Viele Forschungsinstitute und Bauunternehmen in Deutschland sind Teil einer Entwicklung, die die Verwendung von Stahlbeton zukünftig in Teilen beenden. Der neue Baustoff heißt Carbonbeton und ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch nachhaltiger und in der Ansicht attraktiver. Bereits in unzähligen Bauvorhaben wurde er verwendet und erlaubt eine leichtere und doch tragfähige Architektur, die ebenfalls bereits die Ansichten ganzer Straßenzüge in ein neues und visuell zukunftsträchtiges Bild rückt. Dabei werden Carbonbewehrungen in den Beton eingearbeitet, die den Stahl ersetzen und über eine fast vierfache Zugfestigkeit verfügen. Das Einsparpotential ist enorm und vorbei ist die Zeit dicker Stahlbetondecken und -wände.

Einige dieser Neuerungen werden die Zukunft innerstädtischer Architektur verändern und tun dies bereits. Doch was bedeutet das für das Wohnen der Menschen an sich, der sich immer digitaler gibt und in den nächsten Jahrzehnten um Lebensraum immer mehr kämpfen muss? Wir wagen im zweiten Teil einen Blick in die Wohnung von morgen und wie es in 50 Jahren aussehen könnte, die Metropole von morgen.

Foto: (c) geralt/pixabay.com

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