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Der ländliche Immobilienmarkt besitzt zu viele Immobilien


Das Institut der DeutschenWirtschaft konstatiert in einer Studie, dass der ländliche Immobilienmarkt unter zu vielen Neubauten leidet. Bei schrumpfender Bevölkerung wird auf dem Land zu viel gebaut und den Kommunen wirdempfohlen Gegenmaßnahmen einzuleiten. Zwischen Norddeutschland,Hessen und Bayern stehen tausende Wohnungen leer und in den Städten stapeln sich die Wohnungssuchenden.

In Deutschland gibt es zu wenig Wohnraum? So genau stimmt das nicht. Denn unlängst ermittelte das Institut der Deutschen Wirtschaft,kurz IW, dass in ländlichen Regionen nicht nur zu viel gebaut wird,es stehen tausende Immobilien leer.

Der ländliche Immobilienmarkt in einer Studie

Ländlicher Immobilienmarkt | Foto (c): Sport Moments/ fotolia.com

Während in den Metropolen tausende Mietwohnungen und Immobilien fehlen und auch die regionale Politik noch nicht den Stein der Weisen gefunden hat, bauen viele Kommunen und Bauträger auf dem Land munter drauf los. Warum nur, wenn die Bevölkerungszahlen auf dem Land bestenfalls stagnieren, oder sich gar reduzieren?

Die benannte Studie schafft nun Fakten.Es werden dem ländlichen Immobilienmarkt zu viele Objekte zugeführt,entgegen der Bevölkerungsentwicklung in den betreffenden Regionen.Die Folgen sind, so das IW, eine Zersiedlung, sowie massenhaft Leerstände und ein bereits einsetzender Preisverfall.

Vornehmlich Einfamilienhäuser werden erbaut und aufgrund der bereits eingesetzten Landflucht werden ebendiese Bauherren von heute es in Zukunft schwer haben, wenn sie die Immobilien wiederverkaufen wollen.

In der Folge warnt der IW diebetreffenden Kommunen, beziehungsweise empfiehlt einige Gegenmaßnahmen einzuläuten, um die Situation am ländlichen Immobilienmarkt nicht zu verschärfen. Letztlich geht es um den Erhalt von Urbanität, um verödeten Dorfzentren Einhalt zu gebieten.

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Betrachtet man den Baubedarf deutschlandweit, so fehlt es nur in den bevölkerungsreichen Regionen klar an Wohnraum.

Ein Beispiel aus Norddeutschland: Im Niedersächsischen Kreis Emsland wurden ab 2011 in vier Jahren fast1.100 Wohnungen mehr gebaut, als die Bevölkerungsentwicklung hergab.Aber auch im südlichen Landkreis Waldeck-Frankenberg entsprach die Zahl der Neubauten nicht dem eigentlichen Bedarf. Ganze sieben neue Wohnimmobilien wären nötig gewesen und gebaut wurden 200, mithin 2.700 Prozent mehr, als notwendig.

Bedenkt man dabei, dass in der Hauptstadt nur knapp 40 Prozent der notwendigen Wohnungen in 2016 erbaut wurden und dort die Immobilienpreise in ungeahnte Höhen schießen, steht Deutschland vor einer riesen Herausforderung.

Der Kampf gegen dasStadt-Land-Gefälle am Immobilienmarkt

Es ist nicht nur eine Frage des Immobilienmarktes, sondern eine arbeitsmarktpolitischeHerkulesaufgabe, der sich die Bundesländer und deren Kommunenstellen müssen. Und es braucht auch keine Glaskugel, um die Notwendigkeit eines überregionalen politischen Engagements zubestätigen. Denn auch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung schlägt in die Kerbe des IW. Zwar sei die Anzahl von Baufertigstellungen in 2016 gerade in den kreisfreien Großstädten gestiegen, aber 50 Prozent davon entfielen auf die größten sieben Städte Deutschlands.

Es braucht, ganz klar, ein politischesUmdenken, dass auch real in den Kommunen umgesetzt werden muss. Die Bundesländer sind hier gefragt gewisse Vorgaben für die Kreise und Kommunen vorzugeben und Strategien zu entwickeln, um diesemStadt-Land-Gefälle entgegen zu wirken. Eine Anpassung der zukünftigen Bautätigkeit an die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung wäre ein klarer Schritt, um eine rZersiedlung ganzer Landstiche und einem Preisverfall Herr zu werden.

In erster Linie sind die Kommunengefragt nur dann eine Baugenehmigung zu erteilen, wenn ein Bedarf an Wohnraum langfristig bestätigt werden kann. Aber ebenso muss sichdie Landespolitik fragen, wie man die Ansiedlung von Unternehmen inden betreffenden Regionen protegiert. Denn nur bei einem ausreichenden Angebot an Arbeitsplätzen ist eine Flucht in Richtung Stadt nicht notwendig.

Am Ende bleibt abzuwarten, welchepolitischen Signale nach der Bundestagswahl dieses Jahres gesetztwerden und ob das Bundesbauministerium den Bundesländernverbindliche Hilfen zusagt, um dem ländlichen Immobilienmarkt eine Kehrtwende zu bescheren.

Foto (c): Sport Moments/ fotolia.com

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