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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

21.11.2016

Der Traum vom Eigenheim für die Generation Y

Die Welt ist flexibler geworden und junge Menschen scheuen Investitionen in eigene Autos oder Lebensversicherungen. Laut Umfrage von Infratest halten 75 Prozent der Befragten eine Immobilie für eine gute Alternative zum Vermögensaufbau für das Alter. Die junge Generation Y ist rational und vernünftig und weiß, was sie will. Und der Immobilienboom scheint für die Zukunft gesichert. Oder doch nicht?

Traum vom Eigenheim

Mit 18 Jahren Abitur, dann ein Jahr nach Australien mit dem Rucksack und pünktlich zu Semesterbeginn wieder zu Hause wird das studiert, was bereits seit dem 16. Lebensjahr fest steht. Mit Abschluss des ersten Staatsexamens wird eine kleine 2-Zimmerwohnung bezogen und schon mal ein Bausparvertrag abgeschlossen. Schließlich ist die Immobilie, rational betrachtet, die ideale Form für das Alter vorzusorgen. So, oder so ähnlich, funktionieren die Lebensläufe von heute. Die Generation Y, si wird die Generation genannt, die im Zeitraum von etwa 1980 bis 1999 geboren wurde, ist wertekonservativ mit einem Hauch zur radikalen Vernunft.

Umfrage bestätigt den Wunsch nach der eigenen Immobilie

Es macht Sinn sich Umfragen genauer zu betrachten, um so Rückschlüsse auf die Zukunft zu ziehen. Infratest stellte in einer Umfrage fest, dass 75 Prozent der Befragten im Alter zwischen 14 und 29 Jahren die selbst genutzte Immobilie als eine attraktive Form der Altersvorsorge betrachten. Und auch wenn solche Erhebungen von Bausparkassen, Banken und Versicherungen beauftragt werden, so passen die Ergebnisse in die Zukunftspläne der jungen Menschen in Deutschland.

Doch wie begründet sich diese klare Positionierung der Generation Y? Meinungsforscher sehen den Grund in den Ängsten, die sich im Leben der jungen Menschen verankern. Sicherheit in jedem Bereich wird wichtiger, so auch bei den stetig steigenden Mieten, der Frage nach dem Alter und fehlenden klaren Strukturen in gesellschaftspolitischer Hinsicht. Das junge Paar von heute erträgt das "Spießerdasein" gern und nimmt auch viele Entbehrungen in Kauf. Hauptsache sicher, in finanzieller, beruflicher und privater Sicht.

Sicherheit contra Flexibilität

Ein Auto kauft die junge Generation nicht mehr, es wird ?geshared? und Lebens- und Beziehungsmodelle verändern sich stetig und das Arbeitsleben ist seit langem nicht strukturiert. Wer vor 40 Jahren einen Beruf erlernte, übt ihn heute meist noch aus, wohingegen die "Ypsiloner" damit rechnen viele Tätigkeitsfelder in ihrem Arbeitsleben zu besetzten und heute nicht wissen, wo sie in zwei oder fünf Jahren arbeiten. Vielleicht in einer anderen Stadt, oder außerhalb Deutschlands? Und bei all der Flexibilität passen die Eigentumswohnung und das Häuschen im Grünen in den Lebensplan?

Ja, sagen Meinungsforscher und Experten. Die Immobilie wird zum ?Anker? in einer schnelllebigen und ?unsicheren? Zeit und gefühlt unter Umständen zum einzigen Wert, der stabil bleibt, über Jahrzehnte. Die Ängste nach der Wahl von Donald Trump als Präsident der USA, die täglichen Terrormeldungen, die ?wackelnde? Europäische Union und die Frage nach den gesellschaftlichen Veränderungen durch die Flüchtlinge verstärken den Wunsch nach Sicherheit. Das ist, so Soziologen, die psychologische Konsequenz, denn ?auf diese Steine können sie bauen?, so der überall bekannte Slogan einer Bausparkasse und das schafft wenigstens etwas Sicherheit.

Man rechnet als junger Mensch heutzutage nicht damit, dass man in der zu finanzierenden Eigentumswohnung auch ein Leben lang wohnt. Man kann sie ja auch wieder vermieten und bekommt gutes Geld dafür. Und wenn die Immobilie bezahlt ist, dann kann man sie im Alter selbst nutzen. So sehen das die jungen Menschen von heute.

Die Perspektiven für Investoren und Finanzierungsinstitute

Relativ kleine Wohneinheiten werden immer beliebter, also die klassische 2-Zimmerwohnung mit Balkon und Einbauküche. So etwas passt in den ersten Jahren, nach dem Studium, oder nach der Ausbildung. Kredite sind preiswert zu bekommen und diese Objektform ist auch gut vermietbar, falls das Leben das junge Paar doch in eine andere Stadt treibt. Und genau das wissen die finanzierenden Banken und Bausparkassen. Und deren Zahlen scheinen diesen Trend zu bestätigen, denn die Anträge der Generation Y gehen verstärkt bei den Bausparkassen ein.

In Zukunft wird sich vieles, auch am Immobilienmarkt, verändern. Die Städte werden enger, neue bauliche Konzeptionen, wie der Hochhausbau, oder Wohnparks mit kleineren Wohneinheiten sind eine mögliche Perspektive, gerade für die junge Generation, die wohl auch in Zukunft den Bauboom am Leben halten kann und wohl auch will.

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