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Der Frühjahrs-Check für Ihre Immobilie nützliche Tipps


Nach jedem Winter sollten Eigentümer und Vermieter Ihre Immobilie einem Frühjahrs-Check unterziehen. Um kleine Schäden nicht größer werden zu lassen, gar Instandhaltungsrückstände zu vermeiden, sollten Dächer, Fassaden, Türen, sowie die Außenanlagen einer intensiven Kontrolle unterzogen werden. Doch wonach soll man genau Ausschau halten und wie kann man Reparaturen an der Immobilie clever mit sinnvollen Sanierungen kombinieren?

Die kalten Monate brachten Schnee, Nässe und Kälte. Das sind so ziemlich die negativsten Faktoren, die eine Immobilie schädigen können, auch nachhaltig. Ob loser Außenputz an der Fassade, oder gesprungene Fensterscheiben, ob lose und verrutschte Dachziegel, bis hin zu kleinsten Rissen, die erste Verwerfungen an der Statik bedeuten könnten: Begutachten Sie Ihre Immobilie genau und planen und notieren sie alles, was auf fällt. Denn nicht nur der Schaden an dem Haus direkt ist das Problem.

Die Verkehrssicherungspflicht des Immobilienbesitzers

Als Eigentümer einer Immobilie unterliegt man einer so genannten "deliktsrechtlichen Verhaltenspflicht", die das Bürgerliche Gesetzbuch, BGB, gemäß Eigentümer einer Immobilie sollten ím Frühjahr checken | Foto: (c) Marina Lohrbach / Fotolia.com§§ 823 mit Schadenersatzansprüchen ahndet. Das heiß, mit anderen Worten, dass man als Eigentümer darauf achten muss, dass keine Schäden durch die Immobilie oder das Grundstück Dritte treffen.


Wenn also nach den Wintermonaten Dachziegel lose sind, oder Teile der Fassade sich gelöst haben, ist die Gefahr groß, dass dies Mietern oder Fremden Schäden zufügt. Als Eigentümer ist man dementsprechend zur Sorgfalt verpflichtet und ein Frühjahrs-Check somit absolut anzuraten.
Doch neben der Verkehrssicherungspflicht geht es eben auch um die Substanz der Immobilie und nachfolgende Gebäudeteile sollten einer genauen Betrachtung standhalten:

  • Dach, beziehungsweise Dachziegel, Dichtungen und Oberflächen bei Teerabdeckungen
  • Schornstein, Antennenanlage und Dachleitern
  • Sämtliche Regenwasser- und Fallrohre, sowie Regenrinnen und deren Aufhängungen
  • Gesamte Fassade, Außenputz
  • Sämtliche Außentüren und Fenster
  • Außenanlage, Zäune und Begrenzungen, Wegebelag und Rohrleitungssysteme, sofern möglich
  • Bodenplatte, beziehungsweise Sockel des Hauses

  • Des Weiteren ist eine ausführliche Kellerbegehung sinnvoll, um mögliche Nässebildungen früh zu erkennen. Dabei sollte man besonders auf die Stellen achten, an denen Rohre in den Außenbereich führen.

    Logisch ist, dass Sanierungen meistens in den wärmeren Monaten durchgeführt werden. Daher ist es zwingend erforderlich, die bereits durchgeführten Arbeiten des Vorjahres nach den kalten Monaten zu überprüfen.

    Die Gewährleistungspflicht macht den Frühjahrs-Check unumgänglich

    Ob die Immobilie gerade erst neu bezogen wurde, beziehungsweise gekauft, oder gar erbaut wurde, oder ob Sanierungen im Vorjahr durchgeführt wurden, der Frühjahrs-Check kann hier gleich zur Schlussbegehung werden. Denn gerade, wenn es um die Fristen bei der Gewährleistung von ausgeführten Arbeiten am Haus geht, oder gar um versteckte Mängel an der Immobilie, ist eine zügige Begutachtung ratsam. Denn nur allzu oft zeigen sich Schäden, oder nicht korrekt und fachgerecht ausgeführte Arbeiten im Frühjahr, oder waren bei der Abnahme der Immobilie nicht sichtbar.
    Tipp: Sollten sie Schäden nach der Bauabnahme entdecken, so ziehen sie einen Gutachter hinzu, um den Mangel offiziell zu dokumentieren und zu bestätigen. Die Gewährleistungspflicht ist nach dem BGB generell auf fünf Jahre begrenzt, die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen, kurz VOB, dagegen in der Regel auf vier Jahre.

    Wenn der Frühjahrs-Check der Immobilie zum Sanierungsfall wird

    Oft erkennt man, kaum lässt sich die Sonne blicken, Schäden, die eine längst fällige Sanierung nunmehr notwendig machen. Die warmen Monate stehen vor der Tür und längst fällige Modernisierungen oder Sanierungen sollten zeitnah angegangen werden, auch um Kosten zu sparen.

    Wer als Immobilienbesitzer bereits seit langem über eine energetische Sanierung nach dachte, sollte im Zuge des Frühjahrs-Checks ein so genannten "Sanierungsgutachten" bei einem Baugutachter in Auftrag geben. Dieses gibt Auskunft darüber, was bauphysikalisch überhaupt möglich ist und auch, ob sich eine geplante Sanierung überhaupt rentiert. Denn kann zum Beispiel diese Form der Sanierung in den frühen Monaten des Jahres vollzogen werden, spart man bereits im Winter viel Geld.

    Im Resümee sollte jeder Eigentümer oder beauftragter Hausverwalter, vom Einfamilienhausbesitzer, über den WEG-Verwalter bis hin zum Mehrfamilienhausbesitzer einen Frühjahrs-Check durchführen, um Schäden frühst möglichst zu erkennen und gegebenenfalls Reparaturen oder dringende Sanierungen in Auftrag zu geben. Darüber hinaus sollte man sich als Eigentümer vor Schadenersatzansprüchen durch die Begutachtung des Hauses schützen. Und wenn man sein Vorgehen detailliert plant und dokumentiert, ist eine Werterhaltung der Immobilie nachhaltig sicher.

    Foto: (c) Marina Lohrbach / Fotolia.com



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