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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

10.12.2017

Darauf sollte man bei Handwerksbetrieben achten Teil II

Wenn nicht gerade eine weitere Steckdose verlegt werden soll und es sich um eine Modernisierung oder gar Sanierung handelt ist viel zu beachten, wenn es um die Auswahl von Handwerksbetrieben geht. Da sollte das Preis- und Leistungsverhältnis ebenso geprüft werden, wie die Kompetenz und die Verlässlichkeit. Nur wie? Wir geben dazu hilfreiche Tipps und zeigen auf, worauf man achten sollte.

Handwerker Auswahl | Foto:(c) motorradcbr/fotolia.com


Komisch, aber kaum soll in der Mietwohnung die Elektrik verändert werden, fällt einem kein Elektrofachbetrieb ein und schnell ist man im Internet und vergleicht. Doch so einfach ist es nicht, wie wir im ersten Teil beschrieben. Wie kommt man an geeignete Referenzen und wie soll man bei einer Beauftragung vorgehen? Dazu gaben wir bereits geeignete Hinweise.

Doch wenn es um große Projekte geht, wie den Ausbau eines Dachstuhls oder die Sanierung einer ganzen Mietwohnung sollte man nicht einem Gewerk vertrauen, sondern einen Architekten heranziehen. Er allein ist in der Lage ein umfassendes Projekt zu betreuen, strategisch zu planen und zu überwachen

Der Architekt und seine Haftung

Auch wenn die meisten Sanierungen und Modernisierungen von Einzelbetrieben geplant werden, oder vom Eigentümer selbst ist die Überlegung einen Architekten heran zu ziehen nicht dumm. Letztlich ist er für das gesamte Bauprojekt verantwortlich und besitzt die "Baukontrolle" und kann unter Umständen sogar für Schäden haftbar gemacht werden. Und ja, es ist sicher etwas teurer, aber jeder gute Architekt sammelt alle Gewerke, sprich Handwerksbetriebe, wie eine Sportmannschaft zusammen und setzt auf vertraute und kompetente Baufirmen, ein Vorteil ? ohne Zweifel.

Tipp: Verhandeln Sie das Budget, also den finanziellen Rahmen, in dem sich der Architekt bewegen soll. Wird es am Ende teurer, hat er dies zu verantworten.

Wichtig: Die Bezahlung des Architekten kann nicht frei verhandelt werden, nur die Leistungen, die er erbringen soll. Das Honorar richtet sich dabei nach der Honorarordnung für Architekten, kurz HOAI, die weitgehend beschreibt, wieviel der Architekt verlangen darf.

Gut versichert und gut gebaut

Schäden von außen, aber auch Fehler, kann kein Mensch verhindern. Es ist deshalb ratsam sich zu vergewissern, ob die Handwerksbetriebe über entsprechende Versicherungen verfügen. Lassen Sie sich auch die Architektenhaftpflichtversicherung zeigen beziehungsweise bestätigen, damit Sie als Bauherr berechtigte Schadenersatzansprüche stellen können, wenn die gesamte Immobilie zum Beispiel im Boden versackt.

Aber egal, wie der Hase läuft: der, der im Bauantrag als Bauherr benannt ist, haftet auch für eventuelle Schäden von Dritten, die durch die Baustelle entstehen, zumindest im ersten Stepp. Deshalb ist eine Bauherrenhaftpflicht unbedingt wichtig. In einigen Policen ist das Bauherrenrisiko bis zu einer gewissen Versicherungssumme mitversichert. Überprüfen Sie daher die eigene Haftpflichtversicherung der Immobilie.

Achtung: Wenn Freunde oder Bekannte einige Handwerksarbeiten verrichten, müssen diese bei der Unfallversicherung gemeldet werden und der Beitrag richtet sich dann nach der Höhe des Bauvolumens und den Aufgaben des Tätigen.

Der Bauvertrag und seine Tücken

Im Bauvertrag einigen sich Baufirma und Bauherr über die detaillierten Leistungen und die einzelnen, zeitlich abgestimmten Bauabschnitte. Und auch wenn man als Laie meint, den Bauvertrag zu verstehen, sollte sie unbedingt einen Rechtsanwalt beauftragen, der auf das Baurecht spezialisiert ist. Die Kosten sind meist einmalig und lohnen sich im Zweifel immer.

WICHTIG: Jeder gute Bauvertrag benennt so genannte Bauabschnitte und die entsprechenden Teilzahlungen. "Zahlung nach erfolgtem Bauabschnitt" heißt die Devise und Hände weg von Unternehmen, die sich im Vorfeld bezahlen lassen wollen. Zwar ist eine gewisse Vorauszahlung für den Einkauf von Material üblich, aber hier sollte man die Kirche im Dorf lassen.

Die Bonität des Bauunternehmens

Das Internet bietet viele Alternativen, um die Bonität einer Baufirma zu überprüfen. Gerade bei großen Bauvorhaben sollte ein Handwerksbetrieb entsprechend solvent sein und nicht kurz vor der Pleite stehen, damit Ihr Bauvorhaben auch bis zum Ende durchgeführt werden kann. Informationen erhält man bei der Schufa oder anderen, einschlägigen Auskunfteien.

Am Ende ist die Suche nach der geeigneten, fachkompetenten und zuverlässigen Baufirma eine gewisse Herkulesaufgabe, aber es lohnt sich. Das es Baupfusch gibt, weiß man aus der Presse schon genug, aber mit etwas Aufwand und intelligentem Hinter- und Erfragen kann man dem entgegenwirken. Informieren Sie sich also im Vorfeld gut, auf wen Sie bauen und wem Sie Ihr Geld anvertrauen.

Im Resümee heißt es: wer einen Handwerksbetrieb beauftragen will, sollte sich im Vorfeld genauestens informieren. Gibt es Referenzen über den Betrieb? Wie lange ist das Unternehmen tätig und wo ist es ansässig? Kann das Unternehmen monetär und versicherungstechnisch das Projekt wuppen, wie man neudeutsch sagt? Im Zweifel sollte man Freunde und Bekannte, aber vor allem die Hausverwaltung um Rat fragen, damit man nicht aufs falsche Pferd setzt. Jedenfalls lohnt es sich, die hier angeführten Tipps zu beherzigen, letztlich spart man als Bauherr dadurch bares Geld und viel Zeitt.

Foto:(c) motorradcbr/fotolia.com

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