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Corona: Nachfrage nach Büroraum in Deutschland sinkt



Wie dringend brauchen Unternehmen noch Brorume? Diese Frage stellt sich angesichts der Corona-Krise und des damit einhergehenden Trends zum Homeoffice immer dringender. Schon jetzt halten sich Unternehmen beim Mieten von Brorumen zurck, da sie die zuknftige Entwicklung nur schwer einschtzen knnen.

Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass sich der Immobilienmarkt fr Brorume in der nchsten Zeit wieder erholen wird. Hierfr spricht das ungebrochen groe Interesse von Anlegern an deutschen Broimmobilien.

Wenn alle im Homeoffice ttig sind, besteht kein Grund fr Unternehmen, teure Brorume anzumieten. Entsprechend nutzen schon jetzt zahlreiche Betriebe die Einsparpotenziale, die sich angesichts der Corona-Krise in diesem Bereich bieten.

Aber ist das Homeoffice wirklich ein nachhaltiger Trend oder kehren die Arbeitskonzepte deutscher Unternehmen nach Corona wieder in den Vorkrisenmodus zurck? Branchenexperten rechnen nicht mit einem dauerhaften Einbruch bei den Vermietungen von Brorumen. Und auch Investoren sind am deutschen Immobilienmarkt uerst aktiv und interessieren sich zunehmend fr Brorume.

Unternehmen mieten weniger Broflchen an

Es ist eine Tatsache, dass sich Unternehmen aktuell zurckhalten, wenn es darum geht, Broflchen anzumieten. Zu verlockend ist die Aussicht, durch den Verzicht auf Brorume und die Arbeit der Belegschaft im Homeoffice gutes Geld einzusparen. Entsprechend betrgt die Zahl der Vermietungen in den sieben wichtigsten deutschen Metropolen 1,8 Millionen Quadratmeter. Das entspricht einem Rckgang um 37% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Noch ist bei vielen Betrieben keine endgltige Entscheidung zur zuknftigen Strategie beim Umgang mit Brorumen gefallen. Viele Unternehmen halten sich derzeit zurck und warten ab, wie sich die Corona-Krise entwickeln wird. Erst wenn sich klar abzeichnet, wie das Arbeiten der Zukunft aussehen wird, ist mit Entscheidungen zu rechnen.

Hinweis
Lediglich einige Grokonzerne wie die Deutsche Bank haben sich bereits festgelegt, das Homeoffice ausbauen und in Zukunft auf viele Brorume verzichten zu wollen.

Das Angebot an vermietbaren Broflchen bleibt gering

Branchenexperten gehen davon aus, dass der Trend weg von Brorumen nur kurzfristig sein wird. Sie betonen, dass Angebot und Nachfrage noch immer in keinem angemessenen Verhltnis stnden. Es gbe nach wie vor zu wenige Flchen fr Broimmobilien. Dieses Problem wird sich in den groen Metropolen Deutschlands in naher Zukunft nicht ndern, weswegen weiterhin eine groe Nachfrage einem berschaubaren Angebot gegenbersteht. Das gilt selbst dann, wenn die Nachfrage aufgrund eines verstrkten Interesses am Homeoffice nachlassen sollte.

Leerstnde sind nahezu nirgends festzustellen. In den sieben betrachteten Metropolen liegt der Wert bei durchschnittlich 3,3% Leerstand und somit deutlich unter der viel beschworenen 5%-Marke. In Berlin ist mit einer Quote von 1,4% sogar besonders wenig Leerstand festzustellen. Anders sieht es in Frankfurt am Main aus. Hier stehen bei einer Quote von 7,7% ausgesprochen viele Brorume leer.

Corona-Krise wirkt sich nur bedingt auf die Vermietung von Brorumen aus

Die Sorge vieler Marktteilnehmer, dass die Corona-Krise zu einem massiven Einbruch bei den Broimmobilien fhren knnte, hat sich somit nicht bewahrheitet. Das zeigt sich unter anderem daran, dass die Mietpreise trotz einer im dritten Quartal deutlich gesunkenen Nachfrage stabil geblieben sind und in einigen Bereichen sogar ein Anstieg zu verzeichnen ist. Die aktuelle Situation und die steigenden Fallzahlen machen eine Einschtzung fr die Zukunft jedoch schwer. Deswegen befinden sich viele Marktteilnehmer aktuell in einer Lauerstellung.

Viele Marktbeobachter setzen daher zunchst auf Sicherheit. Sie prognostizieren keine schnelle Erholung des Marktes, sondern gehen davon aus, dass die Corona-Krise auch in den kommenden Monaten das dominierende Thema sein wird. Selbst wenn sich die weltweite Situation durch einen Impfstoff und Medikamente normalisieren wrde, ist nicht damit zu rechnen, dass das Vorkrisenniveau allzu schnell wieder erreicht werden kann.

Investoren sind nach wie vor an deutschen Immobilien interessiert

Dass am Markt ein vergleichsweise groer Optimismus herrscht, zeigt sich unter anderem am Verhalten der Investoren. Diese sind an deutschen Broimmobilien nach wie vor stark interessiert und investieren viel Geld in die deutschen Grometropolen. Der Immobiliendienstleister BNP Paribas Real Estate (BNPRE) hat berechnet, dass in 2020 bereits 58,4 Milliarden Euro in den deutschen Immobilienmarkt geflossen sind. Das entspricht einer Steigerung um 3% im Vergleich zur selben Zeitspanne in 2019. Wohnimmobilien mit mehr als 30 Einheiten sind demnach besonders nachgefragt und knnen Investitionen von 16,7 Milliarden Euro aufweisen.
Experten leiten aus diesen Zahlen ab, dass Investoren nach wie vor ein groes Vertrauen in den deutschen Immobilienmarkt haben. Seiner Meinung nach htten verschiedene Faktoren wie die Kurzarbeit und die staatlichen Hilfsmanahmen zu einer deutlichen Konjunkturerholung gefhrt. Diese wrde nun von den Anlegern goutiert. Diese gehen von einer raschen Erholung Deutschlands nach der Krise aus und lassen sich daher lieber von langfristigen Trends als kurzfristigen Krisen beeinflussen.
Das Interesse der Anleger bezieht sich auch auf Broimmobilien. Obwohl die Vermietungszahlen zuletzt gesunken sind, haben Anleger groes Interesse an solchen Gebuden. Insbesondere Objekte in guter Lage und mit bonittsstarken Mietern sind ungebrochen beliebt. Entsprechend sei davon auszugehen, dass eine Neuorientierung hin zum Homeoffice keine nachhaltigen Auswirkungen auf die Broimmobilien am Immobilienmarkt haben wird.


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