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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

20.04.2017

Checkliste: Was nicht in die Betriebskostenabrechnung gehört

Einigen Mietern ging sie schon zu und manch ein Vermieter werkelt noch an der doch lästigen Betriebskostenabrechnung. Die laufenden und wiederkehrenden Kosten können auf den Mieter umgelegt werden, doch gibt es eine Reihe von Ausgaben, die ein Vermieter selbst tragen muss. Mit dieser Checkliste wissen Sie genau, was auf keinen Fall in die Betriebskostenabrechnung gehört.

Checkliste Betriebskosten | Foto: (c)  Stockfotos-MG/ fotolia.com

Klar ist, dass man als Vermieter, wenn irgend möglich, alle Kosten für den Betrieb einer Immobilie auf die Mietergemeinschaft umlegen möchte. Doch die Betriebskostenverordnung setzt Grenzen und diese müssen im Mietvertrag rechtlich einwandfrei formuliert werden.

Achtung: was nicht im Betriebskostenkatalog §2 benannt ist, darf auch nicht auf die Mieter umgelegt werden.

Doch zurück zur Checkliste, die verdeutlicht, welche Kosten nicht umlagefähig sind. Um möglichen Ärger mit den Mietern vorzubeugen sollte man die einzelnen Punkte einfach abhaken, beziehungsweise die nachfolgenden Positionen aus der Betriebskostenabrechnung streichen.

Die Checkliste, was NICHT in die Betriebskostenabrechnung gehört:

  • Abschreibungskosten
  • Anliegerbeiträge-, beziehungsweise Gebühr, auch als Erschließungsbeiträge bezeichnet, da diese zu den Baukosten zählen, nicht zu den laufenden Betriebskosten
  • Anschaffungskosten jeglicher Art, mit Ausnahme von Erneuerungskosten der Außenanlage, beziehungsweise Gartenpflege
  • Anschlusskosten an Fernwärme und das regionale Wassernetz
  • Anstrichkosten von Fassade, Anbauten etc.
  • Gartengeräte, von der Rosenschere bis zum Rasenmäher
  • Instandhaltungskosten, laut DIN-Norm sind dies Wartung, Inspektion, Instandsetzung und Verbesserung der Immobilie
  • Kapitalkosten durch Einsatz von Eigenkapital oder Besorgung von Krediten
  • Kleinreparaturen (diese kann der Vermieter teilweise über den Mietvertrag dem Mieter zumuten)
  • Kontoführungs- und Bankgebühren, auch Kosten für Überweisungen
  • Mahngebühren jeglicher Art
  • Mietausfallversicherung, beziehungsweise deren Beiträge
  • Mieterwechselpauschale (Kosten, die bei der Suche neuer Mieter entstehen, wie zum Beispiel Inseratskosten)
  • Modernisierungskosten (Kosten für bauliche Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnkomforts)
  • Rauchwarnmeldeanlagen (hier sind Kauf, Reparatur- oder Mietkosten nicht umlegbar, jedoch Wartungskosten, sofern ausdrücklich im Mietvertrag als "umlegbar" vereinbart)
  • Reparaturkosten, da sie den Zustand des vermieteten Objektes nur erhalten
  • Rohrreinigungskosten sowie die Beseitigung von Rohrverstopfungen
  • Schließanlage, beziehungsweise neue Schließzylinder
  • Straßenausbaubeitrag der Kommune
  • Thermostatventile
  • Verwaltungskosten (kurzum die Kosten für die Hausverwaltung)
  • Wartungskosten, sofern sie nicht unter §2 des Betriebskostenkataloges genannt sind
  • Im Kern kann man als Vermieter ein Gefühl dafür entwickeln, wenn man sich die einfache Frage stellt, ob die anfallenden Kosten einmalig sind, oder immer wiederkehrend entstehen. Wenn also ein Wespennest vom örtlichen Kammerjäger entfernt werden muss, oder auch ein Zaun zur Abwehr von Wildschweinen aufgebaut wird, muss der Vermieter die Kosten selber tragen, auch wenn die Wespen auch im nächsten Jahr die Immobilie heimsuchen, oder die Wildschweine den aufgestellten Zaun nieder reißen. Jedoch sind die Kosten für den Winterdienst, der vielleicht nur einmal im Winter ausrücken muss, als laufende Betriebskosten ansetzbar, da sie wiederkehrend entstehen.

    Als Vermieter oder Hausverwaltung sollte man den Mieter an sich nicht unterschätzen. Dank Internet weiß er genau, welche Kosten er nicht tragen muss und wie ihn rechtlichen Grundlagen schützen. Also einfach Checkliste nehmen und auf die nicht umlagefähigen Kosten hin überprüfen. Denn der Streit um ein paar Euro Nachzahlung lohnen nicht, wenn der Mieter eines Tages auf der Matte steht und alle Nachweise der Betriebskostenabrechnung verlangt. Denn diesen Zeitaufwand bezahlt dem Vermieter kein Mensch, kein Mieter.

    Foto: (c) Stockfotos-MG/ fotolia.com

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