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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

14.09.2015

Berlin entwickelt sich zum beliebtesten Immobilienmarkt Europas 2015

Bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2015 hat sich klar und deutlich herauskristallisiert, dass der Immobilienmarkt Berlins ganz oben an der Spitze anzusiedeln ist. Berlin rankt ganz vorne auf Platz eins und hat hierbei anderen europäischen Städten und Metropolen sichtlich den Rang abgelaufen.

München ist offensichtlich, aus der Liste der Top 10 der begehrtesten Immobilien Europas, dezent rausgekegelt worden. London, Madrid und Amsterdam sind nicht so angesagt, wie die Berliner Luft. Dies ist natürlich auf verschiedene Gründe zurückzuführen, die im Folgenden kurz erörtert werden.

Europas Immobilienmarkt besonders attraktiv für Investoren Immobilien in Berlin sind sehr gefragt | Foto: SeanPavonePhoto/ Fotolia.com

Zunächst ist hierbei anzuführen, dass Europa insgesamt für Investoren weltweit besonders in diesem Bereich attraktiv bleibt. Im Vergleich zu anderen Anlagequellen, in denen die Renditen doch eher gering ausfallen können, lohnt es sich in Immobilien zu investieren, besonders dort, wo die Zinsen für Baufinanzierungen niedrig sind. Im Jahr 2014 erreichte man in Deutschland bereits einen Tiefstand für solche Darlehen.

Es gibt weltweit seit einigen Jahren die Situation, dass es sehr, sehr schwer geworden ist, Geld halbwegs sicher anzulegen. Das hat unter anderem damit zu tun, dass viele Staaten, denen man das Geld hätte leihen können, als sichere Schuldner ausfallen und keine Option sind. Folglich müssen andere, sichere Staaten wie Deutschland oder die USA kaum Zinsen auf ihre Darlehen entrichten, weil sie keine Konkurrenz haben. Beide Optionen sind für große Anleger sehr misslich. Folglich gibt es zu viel Geld, das in der Welt herum zirkuliert und man nicht weiß, wohin damit.

Staatsanleihen sind keine Option, sprich: Schuldscheine von Staaten und Aktien sind zu schwankungsanfällig. Bleibt nur noch der Grundbesitz als etwas relativ Sicheres. Aber wo gibt es viel Grundbesitz zu günstigen Konditionen? Zunächst mal in Deutschland. Die Konditionen sind günstig, weil es Rechtssicherheit gibt und die Leute gutes Geld verdienen. Man riskiert also keine endlosen Prozesse und die Mieter sind solvent.

Steigende Immobilienpreise in Deutschland

Diese Diagnose sorgt für steigende Immobilienpreise in Deutschland. Man kann nicht beliebig viele Immobilien neu bauen und man kann sie auch nicht einfach wegtragen, siehe den Namen 'Immobilie', eben ein 'unbewegliches Sachgut'. Aus diesem Grund nehmen Anleger und Käufer an, dass die Preise nur steigen können. Dies sorgt, in einer bekannten Psychologie, für noch mehr Käufer.

Wo gibt es nun innerhalb Deutschlands viele Immobilien zu kaufen? Nicht in irgendwelchen beliebigen Städten. Da gibt es einfach nichts zu kaufen, weil nichts da ist. Aber in Berlin gibt es massenweise Immobilien zu guten Preisen. Und hier kommt die Kultur der Stadt ins Spiel. Kulturleben und Geschichte der Stadt haben dafür gesorgt, dass sie als attraktiver Standort für Investitionen bekannt wurde.

Die Herausgeber des "Emerging Trends in Real Estate® Europe 2015" wollten es genau wissen und haben auch in diesem Jahr eine Studie mit Meinungen europäischer Marktforscher vorgelegt. Es handelt sich hierbei um das Urban Land Institute (ULI) und die Gesellschaft Price Waterhouse Coopers (PwC) und deren 12 Ausgabe zu diesem Thema. Auf Seite 30 der Erhebung steht schwarz auf weiß, dass die Perspektiven hinsichtlich der erwarteten Entwicklungen auf dem Markt des Investments in Berlin gut sind. Der Anstieg seit 2005 vermerkt Berlin auf Platz eins.

Die höchsten Mieten in Berlin

Zwar sind auch hier die Preise nach oben gegangen, allerdings bleibt die Metropole im Vergleich zu anderen Großstädten Europas recht günstig. Die höchsten Mieten zahlt man derzeit in Mitte, im Zentrum der Stadt. Grundsätzlich ist natürlich eher ein Trend des Mietanstiegs in den Bezirken zu vermerken, in denen man von Gentrifizierung sprechen kann, sprich: Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Mitte, Neukölln und Kreuzberg. Bezirke, die einst als eher sozial schwach eingeordnet werden konnten, sind von wohlhabenderen Menschen bezogen worden, was für die Berliner Hausverwaltungen natürlich von Vorteil ist.

Bisher haben wir hier hauptsächlich wirtschaftliche Aspekte beleuchtet. Interessanterweise wird jedoch in der oben genannten Studie, die demographische Veränderung der Stadt an erster Stelle erwähnt. Wie bereits angesprochen, stellt sich die Frage, warum so viele Menschen in Berlin leben möchten und in diese Stadt ziehen. Immer mehr Menschen werden von Zauber der deutschen Hauptstadt eingefangen. Berlin ist beliebt. Hierfür gibt es eine Vielzahl an eher kulturellen Gründen, die es zu betrachten gilt.

Wie schon Theodor Fontane sagte: "Vor Gott sind eigentlich alle Menschen Berliner". Berlin ist eine recht freie Stadt, man wird wohl kaum komisch angesehen, wenn man 'anders' ist. Multikulti, farbenfroh, Menschen aus aller Herrenländer tummeln sich in den öffentlichen Verkehrsmitteln, fahren von a nach b und begegnen sich tagtäglich, ohne sich zu kennen. Doch man sieht sich. Man sieht die Vielfalt an Gesichtern, an Arten und Weisen sich zu kleiden, man hört verschiedene Sprachen. Selten werden religiöse oder sexuelle Orientierung zu Gewaltquellen erhoben; Berlin ist bunt und jeder kann sein, wie er möchte.

Geschichte, Kultur und Events machen Berlin interessant

Andauernd, quasi zwölf Monate im Jahr, laufen interessierte Touristen durch die Stadt, auf der Suche nach der Berliner Geschichte, nach der deutschen Geschichte, die durch den Sitz der Kanzlerin und der Regierung in dieser Stadt, weitergeführt wird. Es gibt unglaublich viele Sehenswürdigkeiten, Museen, Cafés, Restaurants, Bars, Clubs und seit einigen Jahren ein Boom an Spätis. Berlin pulsiert die ganze Nacht hindurch, jeden Tag der Woche, kann man feiern, essen und trinken.

Vergessen wir hierbei nicht andere großangelegte Veranstaltungen, wie die IFA, die Berlinale oder die Fashionweek, um nur einige zu nennen. Kleine und große Märkte gibt es jeden Tag in der Woche. Seien es Second Hand Begeisterte, Antiquitätensammler oder Freunde der Kunst. Apropos Kunst! Berlin ganz weit vorne und die ganze Stadt ist quasi ein Kunstgebilde. Neben Straßenkünstlern sind in den letzten Jahren unglaublich viele Galerien aus dem Nichts aufgepoppt. Ausstellungen, Konzerte und Performances verführen dazu, sie jeden Abend etwas anderes anzuschauen.

Berlin als Stadt der Intellektuellen, Studenten und innovativer Unternehmer und Gründer

Berlin ist außerdem eine Stadt für Intellektuelle und Unternehmer. Mit seinen vier Universitäten, die eine Unmenge an Studenten jährlich anziehen, nicht nur aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt, wirkt die Stadt dauerhaft jung und dynamisch. Zudem existieren noch einige bekannte Unternehmen, wie Siemens, Daimler oder Bayer und in einem innovativen Sinn ergießt sich quasi ein Meer an Startups; Berlin als Strand der Gründerszene.

Aus all diesen Motiven, und anderen, ist die Stadt gewachsen und wird voraussichtlich in den nächsten Jahren weiter an Population zulegen. Irgendwo müssen diese Menschen ja wohnen und schlafen und einige von ihnen sind bereit eine Menge Geld für die Miete auszugeben, um tagtäglich `inna Mudderstadt` leben zu dürfen, mit all ihren Formen, Farben und Facetten. Berlin bleibt doch Berlin.

Foto: (c) SeanPavonePhoto/ Fotolia.com

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