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Baukredite auf Niedrigzinsniveau, bald Immobilienblase?


Viele fragen sich, wohin das noch führen soll: die Europäische Zentralbank legte vor einigen Tagen den Leitzins auf historische null Prozent fest, um die Wirtschaft anzukurbeln, so sagt man. Das dies die Zinsen für Baukredite nochmals reduziert ist zumindest möglich, gar wahrscheinlich. Aber bei stetig ansteigenden Miet- und Immobilienpreisen und immer höher verschuldeten Bauherren sei die Frage erlaubt: ist die Immobilienblase nur ein Gerücht oder sind wir mitten drin? Wir wollen dieses Szenario einmal beleuchten.

Es ist nicht lange her, da eruierte das Unternehmen immobilienscout24 in einer Studie, das in den Top-Immobilienstandorten München die Menschen im Durchschnitt 340.000 Euro für den Hauskauf als Kredit aufnehmen und in der Baukredite so günstig wie selten | Foto: (c) magele/ Fotolia.comBoomtown Berlin immerhin 206.000 Euro. Mit anderen Worten: Es wird immer mehr in Immobilien investiert, oder für den Eigenbedarf gekauft weil die Zinsen ja so niedrig sind und am Ende wird alles gut. Doch wird es das wirklich?

Laut Bundesbank sind viele der Immobilien bereits total überbewertet, in den größten Städten Deutschlands zum Teil um 25 Prozent über dem realen Verkehrswert. Diese Übertreibung im Preis führt alleine nicht zum Run auf noch freie Objekte, es sind vor allem die steigenden Immobilienpreise in den wirtschaftlich starken Regionen wie München, Hamburg, Stuttgart und Berlin. Zwar sehen Branchenkenner noch keine reale Immobilienblase wie in den USA und doch schleicht sich in einigen Köpfen die Frage um, ob und wer am Ende bei diesem Immobilienmonopoly verliert. Doch wagen wir erst einmal einen Blick auf die zwei größten Städte in Deutschland:

Wird München zum Barometer einer Immobilienblase?

Kein Ort ist so sehr beim Thema Mietwohnung in aller Munde wie die Stadt an der Isar. Unlängst musste die Polizei eine Wohnungsbewerbung auflösen, weil es zu Tumulten kam. Wohnungen sind Mangelware in München, Bayern. Die Preise klettern immerhin jedes Jahr um 10 Prozent nach oben und der ein oder andere Investor, oder auch private Bauherr denkt sich dann: "Na niedriger werden Baukredite nie, dann suche ich mir ne tolle Lage mit hoher Wertsteigerung und verschulde mich über beide Ohren, das wird schon klappen".

Wahrlich sollte man keine Angst schüren, denn wenn das Angebot stets knapper ist, als die Nachfrage, kann eben auch nicht mehr finanziert werden. Doch viele Bagger rollen landein und landab und neue Wohnviertel entstehen und an den Peripherien der Großstädte entstehen immer neue Wohnsiedlungen mit Einfamilienhäusern. Und das Deutschland, so die Studie "Wohnen in Deutschland 2045" des Wirtschaftsforschungsinstitutes Prognos in den nächsten 30 Jahren gut 5 Millionen neue Bürger voraussieht, die bei gleichbleibend niedrigen Bauzinsen schnell zu Bauherren werden könnten, erlaubt zumindest die Frage nach der Immobilienblase.

Auch prognostiziert die Studie, dass in den Boomregionen, in denen die Wirtschaft stärker wird, in den nächsten 15 Jahren gut 940.000 Wohnungen fehlen werden, sofern die Bautätigkeit nicht steigt.

Berlin - Boomtown der Wirtschaft mit exorbitant teuren Immobilien

Berlin leidet an einem Mangel an Wohnung, das ist bekannt. Doch neue Erhebungen und Studien belegen, dass pro Jahr gut 40.000 neue Menschen nach Berlin kommen und an dieser Stelle sind die Flüchtlinge nicht einmal berücksichtigt. Doch trotz vieler Bemühungen des Berliner Senates und den Wohnungsbaugesellschaften wird das meiste Kapital in Renomierbauten gesteckt, in denen Quadratmeterpreise von 5.000 Euro und mehr keine Seltenheit sind und oft der meist Bietende der nächste Mieter wird.

Wohin also - in die Mietwohnung oder Baukredite tilgen

Je geringer das Angebot am Wohnungsmarkt ist und je schwerer es wird eine bezahlbare Wohnung zu finden, umso mehr denken gerade junge Familien, ja sogar fast vor der Rente stehende Menschen über die eigenen vier Wände nach. Und das ist mehr als verständlich.

Sollte das Lohnniveau aber weiterhin so niedrig bleiben, die Bauzinsen aber in einigen Jahren steigen, wird es bei den Amtsgerichten am Ende nur so wimmeln von Zwangsversteigerungen. Allein im Jahre 2015 überstieg der Umsatz an Immobilien die Schallmauer von 200 Milliarden Euro. Und betrachtet man, dass die privaten Bauherren für Immobilienkredite mit nunmehr insgesamt 1,1 Billionen Euro bei den Banken in der Kreide stehen wird einem schnell klar, dass dieser Bereich unserer Wirtschaft ein sehr sensibler ist und ein nachhaltiger und vorsichtiger Blick in die Zukunft lohnt.

Dem findigen Immobilieneigentümer sei daher geraten seine Immobilie nicht nur stets auf einem gut modernisierten Niveau zu halten und hierfür die niedrigen Zinsen zu nutzen, sondern auch die Rahmenbedingungen zu prüfen und wenn die Lage stimmt und das Verhältnis zu den Mieteinnahmen ebenfalls, ist in diesen Zeiten eine Investition in weitere Immobilien dennoch sinnvoll und schlau.

Foto: (c) magele/ Fotolia.com

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