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Bauboom in Großstädten protegiert Gentrifizierung


Wohl jede deutsche Großstadt steht vor der gleichen Herausforderung: Massive Zuzüge, zu viel Bautätigkeit durch die politisch gewollte Nachverdichtung und eine einsetzende Gentrifizierung treibt die Einwohner auf die Barrikaden.Bauträger, Wohnungsbaugenossenschaften und die regionale Politik müssen sich dem steigenden Unmut der städtischen Bevölkerung stellen und vielerorts kommt es zu massiven Klagen. Der einsetzende Bauboom in Großstädten fordert seine ersten Opfer.

Überall wird gehämmert und gebaut in den Metropolen Deutschlands. Als wenn nicht Bauboom Stadt Gentrifizierung | Foto (c): Calado/ fotolia.comallein der ländliche Immobilienmarkt vor schwierigen Zeiten steht, so ächzen die Großstädte und deren Einwohner unter dem stetig wachsenden Baulärm,diversen Straßensperrungen und überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Ja, der politisch gewollte und notwendige Neubau tausender Wohnungen führt zum Unmut der eingesessenen Bevölkerung.

Vom Bauboom in Großstädten und deren Herausforderungen

Ob München oder Hamburg, Köln odergerade die Hauptstadt Berlin, die tausenden von Zuzüglern sind zunehmend und spürbar eine Belastung für die örtliche Bevölkerung.Volle Busse und Bahnen und der Kampf um einen Sitzplatz des Stammcafés sind nur die eine, negative Seite, der Medaille. Da der Bedarf an Wohnraum nachweislich wuchs, entwickelten die Landesregierungen und Stadtväter kluge Strategien, um Neubauten zuprotegieren.

Und genau da zeigt sich die andere Seite der doch dunklen Medaille: In den Großstädten fehlt esschlichtweg an Baugrund und die so genannte "Nachverdichtung" warund ist vielerorts die einfachste und beste Lösung um schnell den Anforderungen des Immobilienmarktes zu entsprechen.

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Nur eben diese Nachverdichtung bedeutetdas Auffüllen diverser Baulücken und ergo reiht sich eine Straßensperrung an die andere und der Verkehr kommt an seine wirtschaftlich vertretbaren Grenzen. Und wo viel gehämmert wird,sind auch die sich stets neu gegründeten Bürgerinitiativen da, um Ärger zu machen, teils verständlich, wie einige meinen.

Gentrifizierung bedeutet Schaffung neuer Slums?

Die Älteren werden sich an den Namendes New Yorker Stadtteils Bronx erinnern und die Nachrichten aus der Weltstadt Paris, in denen Straßenschlachten in den verwahrlosten Arrondissements zur Tagesordnung gehörten. Die Gentrifizierung führte damals dazu, dass ganze Stadtteile in den Metropolen unter Druck standen und die Vertreibung des mittleren Mieterklientels der Anfang vom Ende war.

Nun, zugegebenermaßen steigen die Anwohner und Alteingesessenen in unseren Städten noch nicht aufbrennende Barrikaden. Aber zwei Indizien sprechen klar dafür, dassdie Gentrifizierung nicht nur schleichend Einzug in den Städtenhält, sondern seit langem die Alarmglocken bei den Politikern läutensollten.

Auf der einen Seite werden die Einwohner aus den Vierteln verdrängt, in denen bisher moderate Mieten zu finden waren und die Bausubstanz eher älter daherkam.Beispiele finden sich im Schanzenviertel in Hamburg, oder in Kreuzberg in Berlin. Hier kauften Investoren ganze Straßen auf,sanierten die Immobilien und verkauften die luxussanierten Objekte zu Höchstpreisen. Ja, nachweislich mussten und müssen sich immer mehr Einwohner eine neue Bleibe am Stadtrand suchen, dort, wo die Mieten noch vertretbar moderat sind.

Andererseits kommt hinzu, dass die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften politisch ermahnt wurden Neubauten für sozial Schwächere zu schaffen. Und eben diese Neubauten entstehen in innenstädtischen Lagen und im Zuge der Nachverdichtung. Und eben dort wähnen sich viele Einwohner vormarodierenden Horden sozialschwacher Mieter, die den Spirit eines ganzen Stadtteiles kurzfristig verändern könnten.

Fakt ist, am Beispiel Berlins erklärt,dass man bei den Zuzüglern von "Horden" sprechen kann, die nach Wohnraum suchen, der nicht da ist. Und klar ist auch, dass ein Bauboom in Großstädten folgen musste und dies zu neuen Spannungen führt, zwischen Zuzüglern und Alteingesessenen. Dass die Gerichteseit langem unter stets neu zu verhandelnden Klagen von Anwohnernleiden, sei nur am Rande erwähnt. Und auch der ein oder anderePrivatvermieter des klassischen Mehrfamilienhauses spürt den Umbruch und den zunehmenden Unmut seiner Mieterschaft.

Einvernehmliche Lösungen für Bauboom in Großstädten

Je mehr Wohnungen für denGeringverdiener oder den Mittelstand entstehen müssen, umso mehr sind Genossenschaften das Ziel der Wohnungssuchenden. Doch deren Anfragen nach einem Dach über dem Kopf sind derart hoch, dass manvon einer "Überzeichnung" der Genossenschaftsanteile reden kann und die Wartelisten sind so lang, wie die chinesische Mauer.

Ein klares Konzept von Oben wäre dieLösung. Der politische Föderalismus in den Städten und Gemeindenist oft der Hemmschuh, wenn es um kluge strategische Überlegungen geht, den Wohnungsmarkt einer ganzen Stadt zu entspannen. Hier sind gesetzliche Regelungen mehr als zeitnah notwendig um einganzheitliches Konzept für eine Metropole entwickeln zu können.

Nun mag der ein oder andere das Ende der föderalistischen Demokratie in den Städten kommen sehen, aber es braucht durchgreifende Gesetze, also bundespolitisch initiierte und landespolitisch real umsetzbare Konzeptionen, um nicht nur dem ansteigenden Ärger der Einwohner entgegen zu wirken. Es geht darum,wie wir in den Metropolen unseres Landes zukünftig wohnen wollen, umden Spirit, in sozial ausgewogener und wirtschaftlich ertragreicher Form für die Mieter und Vermieter. Und es braucht eine bessere Kommunikation, zwischen der öffentlichen Hand, den Bauträgern und den Anwohnern, um die Zeit des Umbruchs ohne Streit und Stress überstehen zu können.

Foto (c): Calado/ fotolia.com

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