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Augen auf beim Frühjahrscheck der Immobilie Teil II


Keine Jahreszeit nagt mehr an einer Immobilie, als der Winter. Sturm, Regen und Kälte können Winterschäden produzieren, die in die tausende gehen können. Das muss nicht sein, denn mit einem nachhaltigen Frühjahrscheck können Vermieter und Eigentümer nicht nur den Wert der Immobilie erhalten, sondern auch bares Geld sparen und vor Ärger mit der Mieterschaft vorsorgen. Warum dieser Check so wichtig ist und selbst der Baumbestand zur Gefahr werden kann, wollen wir erklären.

Soviel ist klar: Das Dach ist wohl die empfindlichste Stelle einer Immobilie, wenn es um wetterbedingte Einflüsse in den Wintermonaten geht. Wie in Teil I beschrieben, sollte man den Frühjahrscheck von oben nach unten durchführen und dies in nachhaltiger und protokollarischer Form. Doch damit nicht genug, denn jedes Haus hat seine "Haut" und viele Öffnungen, die man im Auge behalten sollte.

Wenn die Fassade hohl klingt

Fassade Winterschäden | Foto: (c) animaflora/ fotolia.com

Natürlich ist es nicht möglich die gesamte Fassade eines Mehrfamilienhauses mit einem kleinen Hammer abzuklopfen ohne eine riesiges Gerüst aufzubauen. Warum sollte man das auch tun? Immer dort, wo Regenwasser, gerade auf der so genannten Wetterseite- der Immobilie in den nassen Monaten die Fassade malträtierte, kann durch kleinste Risse Wasser in den Baukörper eindringen. Je nach Bausubstanz bläht sich das Mineralgemisch auf und gefriert das Wasser im Baukörper können die Risse größer und der Schaden merklich schlimmer werden.

Tipp: Auch hier ist die Nutzung eines Fernglases ratsam. Gehen sie von Stockwerk zu Stockwerk, von links nach rechts die Fassade ab und notieren Sie mögliche Schäden. Achten Sie dabei auf die Übergänge zu den Öffnungen des Baukörpers, sprich auf die Fensterumrandungen.

Leider sind bei vielen Immobilien grüne Schleier ersichtlich, sie nicht nur das äußere Erscheinungsbild an sich schädigen. Oft wird falsches Dämmmaterial bei Sanierungen verwendet und kleinste Haarrisse führen zum Eindringen von Wasser und Algenbefall, oder selbst Schimmelpilzbefall, der den Baukörper nachhaltig schwächen kann. Und das sich solche Undichtigkeiten irgendwann in den Wohnungen bemerkbar machen, sollte klar sein. Die möglichen Mietminderung, die dann im Briefkasten liegen, ebenfalls.

Letztlich arbeitet jedes Material und ist den Schwankungen von Kälte und Wärme, wie Nässe und Trockenheit ausgeliefert. Und genau dieses Phänomen ist bei Anbauten leicht zu beobachten. Ob eine Veranda vor der Remise, oder auch Garagen und Carports, sowie Hausgänge sind Orte, wo die Naturgewalten in den Wintermonaten gerne angreifen.

Kurzum sollte der gesamte Baukörper und alle Anbauten jedes Jahr beim Frühjahrscheck intensiv auf Winterschäden hin überprüft werden. Letztlich dient es dem Werterhalt der Immobilie an sich und beugt Instandhaltungsrückständen vor.

Wichtig ist dabei, dass man klug und geplant vorgeht, alle Schäden detailliert notiert und auch Fotos anfertigt. So hat man eine gute Grundlage für eventuelle Aufträge an Handwerksbetriebe und kann auch monetär besser planen. Doch nicht nur die Immobilie an sich ist einen Blick wert ?

Wie man Winterschäden im Außenbereich erkennt

Im Bodenreich eines Grundstückes verlaufen viele Leitungen, sowohl Abwasser und Frischwasser, aber auch Strom und Gas. Am sensibelsten reagieren die Zu- und Ableitungen von Wasser für die Immobilie. Es kann schon vor, dass die Wasseruhr Kapriolen schlug und das nur, weil die Zuleitung vom starken Frost in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber auch die Wasserleitungen für die Gartenbewässerung und gegebenenfalls eine Brunnenanlage sind immer einen Blick wert.

Und wenn die Temperaturen den Aufenthalt im Freien etwas angenehmer gestalten, sollte man den Baumbestand auf dem Grundstück beim Frühjahrscheck nicht vergessen. Stürme können gerade an älteren Bäumen zu Rissbildungen führen, die nicht sofort erkennbar sind. Darüber hinaus gehört die Überprüfung von Bäumen in den Bereich der Gefahrensicherung eines Immobilieneigentümers. Und wer will schon, dass vom Winter heimgesuchte Bäume beim kleinsten Frühlingssturm im April ihren Weg nach unten finden?!

Nehmen Sie sich Zeit für den Frühjahrscheck Ihrer Immobilie! Begutachten Sie den gesamten Baukörper und notieren Sie selbst kleinste Schäden an Dach, Fassade und allen Anbauten. Beauftragen Sie zeitnah eine fachgerechte Schadenbeseitigung und bitten Sie auch Ihre Mieter, dabei zu helfen. Es ist IHRE Immobilie, die Sie als Hausverwaltung begleiten oder als Eigentümer besitzen. Und ein intensiver Blick beugt monetären wie tatsächlichen Schäden auch nachhaltig vor.

Foto: (c) animaflora/ fotolia.com

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