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Augen auf beim Frühjahrscheck der Immobilie Teil I


Jedes Jahr, wenn die kalte Jahreszeit hinter uns liegt, treten mit der Sonne auch die Schäden hervor, die Kälte, Frost, Sturm und Schnee hinterlassen haben. Zuweilen merklich klein, können Winterschäden schnell zu großen avancieren und die Bausubstanz nachhaltig schädigen. Warum der Frühjahrscheck so wichtig ist und wohin man als Vermieter genau schauen sollte, verraten wir hier.

Gleich vorab die wichtigste Information: Wie alle Eigentümer, Hausverwaltungen und Dach und Dachrinne überprüfen | Foto: (c) RioPatuca Images /fotolia.comVermieter wissen, können nur wiederkehrende und laufende Kosten über erhöhte Mietzahlungen wieder eingespielt werden, von umfangreichen Wärmeschutzsanierungen mal abgesehen. Mit anderen Worten: wer beim Frühjahrscheck der Immobilie nicht nachhaltig und intensiv nach Winterschäden schaut, muss mit den monetären Konsequenzen rechnen. Denn aus einem kleinen Haarriss in der Fassade, oder einem verrutschten Dachziegel, kann schnell ein vier- oder fünfstelliger Reparaturbetrag entstehen, wenn man nicht sofort handelt. Aber der Reihe nach und Augen auf bei den folgenden Bauteilen der Immobilie.

Von oben nach unten im Frühjahrscheck

Das Dach ist wohl den größten Einflüssen von Regen, Schnee und Sturm ausgesetzt. Oft unbemerkt lösen oder verrutschen Dachziegel oder bei Flachdächern löst sich die Dachpappe. Je nachdem, wie lange die Öffnung des Baukörpers bestand, konnte Regenwasser in die Dachkonstruktion eindringen. Gerade bei Altbauten ist der Dachstuhl aus Holz gefertigt und Nässe passt bei dem "arbeitenden" Baustoff gar nicht.

Ergo ist es ein Muss, dass der Dachdecker im Frühjahr eine Inspektion durchführt. Diese ist relativ kostengünstig und kleinere Reparaturen können vor Schlimmerem bewahren.

Tipp: Sofern möglich kann man von einem anderen Haus aus die Dachziegeln mit einem Fernglas betrachten, Reihe für Reihe, um grobe Schäden oder Verrutschungen schnell zu überblicken.

Ebenfalls sollte auf die Isolierung im Dachstuhl geachtet werden. Sind Wasserflecken auszumachen, oder gar Schimmelpilzbildung? Letzteres lässt auf eine schlechte Durchlüftung und eindringende Nässe schließen. Hier ist ein zeitnahes Handeln absolut unumgänglich.

Bei den Flachdächern richtet der Schnee oft Schäden an, die in die Statik der Immobilie eingreifen können. Ist bekannt, dass im letzten Winter viel Neuschnee fiel und lange auf dem Flachdach lag, muss man auf Risse im Innenbereich achten. Sie können die Vorboten für zu viel Last sein, die auf dem Baukörper lag und dann ist eine Begutachtung eines Statikers nicht mehr abzuwenden.

Sollte das oberste Geschoss bewohnt, beziehungsweise vermietet sein, ist eine kurze Begehung der Räume ebenfalls empfehlenswert. Wasser sucht sich immer seinen Weg, oft unbemerkt. Entweder lassen sich erste Indizien für das Eindringen von Regenwasser hinter Möbelstücken finden, oder sehr sichtbar in den Übergängen zwischen Decke und Wand.

Tipp: Erfragen Sie bei den betreffenden Mietern einmal im Jahr einen Besichtigungstermin, um den Baukörper auf mögliche Winterschäden überprüfen zu können. Im Zweifel begründen Sie als Vermieter den Termin mit einer möglichen Schadenabwehr. Und letztlich wird fest jeder Mieter selbst daran interessiert sein, dass kein Regenwasser von der Decke tröpfelt.

Dachrinnen und Fallrohre halten nicht ewig

Jeder Vermieter kennt diese unsägliche Dachrinnenreinigung, die mindestens einmal im Jahr, meist am Ende des Herbstes durchgeführt werden sollte. Aber auch das Restlaub der letzten Herbststürme und kleine Äste haben ebenso am Metall genagt, wie Frost und Eis des Winters. Und oft sind Dachrinnen und gerade Fallrohre zum Teil verstopft und lassen im Laufe der Zeit immer weniger Regenwasser durch. Hier ist das Abtragen von Laub & Co ebenso wichtig, wie das Ausspülen der Fallrohre, sofern baustatisch möglich. Die Gefahr, dass durch Undichtigkeiten selbst kleinster Art, Regenwasser nicht geführt durch die Rohre abgeleitet wird, sondern in den Baukörper eindringt, ist allgegenwärtig.

Beim Frühjahrscheck Dachaufbauten nicht vergessen

Den Schornstein betrachtet meist nur der Schornsteinfeger genau und das nur einmal im Jahr. Aber alle Aufbauten eines Daches sollten beim Frühjahrscheck unter die Lupe genommen werden, sind sie doch stärker den Stürmen ausgesetzt. Auch auf die Übergänge zwischen Dach und Schornstein ist zu achten und eine Überprüfung der Dichtungsfähigkeit sicher zu stellen.

Ebenso gehören Antennen und Solaranlagen auf die Checkliste. Sind alle Anschlüsse an der Antenne noch fest, ist sie noch ausreichend fest gesichert? Dies gilt auch für Solarpaneele, wenngleich diese beim Frühjahrscheck darüber hinaus von Staub und Vogelkot gesäubert werden sollten, um die Aufnahmefähigkeit der Sonnenbestrahlung weiterhin zu gewährleisten.

Doch warum sollten Eigentümer und Vermieter von Immobilien intensiv die Fassade nach Rissen absuchen und die Öffnungen des Baukörpers beim Frühjahrscheck genau betrachten? Und warum kann selbst ein Blick auf den Baumbestand des Grundstückes vor hohen monetären Ausgaben bewahren? Dazu mehr in Teil II.

Foto: (c) RioPatuca Images /fotolia.com

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