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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

13.03.2017

Argumentationshilfe für Vermieter: Warum sich mieten lohnt

Jeder weiß, dass die Immobilienpreise stiegen und bei niedrigen Zinsen macht es doch Sinn schnell zum Käufer einer Immobilie zu werden, oder? Doch es gibt gute Gründe zu warten, oder besser Mieter zu bleiben. Wir haben einige Argumentationshilfen für Vermieter zusammengestellt um bei den Mietinteressenten oder guten Mietern ganz eigennützig punkten zu können.

Solvente Mieter die nachhaltig den Mietzins entrichten, sich in die Mietergemeinschaft einfügen und keinen Ärger machen sind DIE Zielgruppe für Mieten oder kaufen | Foto:(c) pixelkorn/ fotolia.comVermieter. Doch immer mehr Mieter denken über die Alternative nach, nämlich selbst zum Hauseigentümer zu werden oder eine Eigentumswohnung zu kaufen. Und das mag ja auch für den einen oder anderen Sinn machen. Wir haben aber Argumente, warum es vielleicht besser ist zu mieten, im Heute und im Morgen:

Immobilien lohnen sich nicht immer finanziell und verpflichten den Eigentümer

Eine preiswerte Immobilie in guter Lage für den Selbstnutzer zu finden ist in prosperierenden Regionen fast ausgeschlossen. Immer mehr müssen die Käufer aktuell dafür berappen. Und auch wenn die Zinsen immer noch historisch tief sind, so entlastet sie das Portemonnaie erst nach durchschnittlich 25 bis 30 Jahren. In dieser Zeit sind die Belastungen meist ebenso hoch, wie die Miete. Dann, wenn die Kredite abgelöst sind kommen die ersten Instandhaltungsarbeiten an Fassade, Dach und Heizungsanlage.

Und nach der ersten Zinsfestschreibung kommt die Anschlussfinanzierung. Diese kann sehr teuer werden und da gehen 2 oder 3 Prozent mehr Zinsen in die Zehntausende.

Im Grunde kann man als 30-järiger Bauherr im Laufe von 40 Jahren gut 570.000 Euro für den Kauf, die Instandhaltung, Zinsen, Versicherungen, steigenden Zinsen bei Anschlussfinanzierung und Kaufnebenkosten ausgeben. Das entspräche einer Gesamtmiete von 1.200 Euro pro Monat, gleichbleibend über den ganzen Zeitraum hinweg.

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Ebenfalls verpflichtet eine Immobilie. Als Eigentümer trägt man alle Kosten für eine Reparatur selbst. Zwar sehen die meisten Mietverträge Klauseln für Schönheitsreparaturen vor, aber diese Kosten sind sehr überschaubar.

Und wer Eigentümer einer Wohnung wird kauft auch einen Anteil am Gemeinschaftseigentum. Demzufolge muss man sich in Eigentümerversammlungen einigen, oft mit den Miteigentümern streiten.

Weniger Flexibilität bei selbstgenutzter Immobilie

Eine der wichtigsten Argumentationshilfe für Vermieter ist die Flexibilität die man als Mieter genießt und im Kehrschluss als Immobilienbesitzer nicht wirklich besitzt. Der Mensch von heute will nicht nur flexibel bleiben, er muss es zum Teil auch, da der Arbeitsmarkt sich verändert hat. Wer in 40 Arbeitsjahren nicht bereit ist den Wohnort, oder sogar den Beruf zu wechseln ist im Nachteil gegenüber seinen Mitbewerbern.

Eine Immobilie bindet also nicht nur finanziell, sie bleibt dort stehen, wo sie erbaut wurde. Und oft können sich Lebenssituationen ändern und ein notweniger Verkauf kann sich schwierig und monetär negativ gestalten.

Hinzu kommt, dass man eine selbst genutzte Immobilie in der aktuellen Lebenssituation erwirbt, typischerweise als Familie. Wenn die Kinder aber außer Haus sind, ist ein erheblicher Teil des Hauses unnötig, doch zahlen muss man dennoch dafür. Auch wenn eine Mietwohnung für eine vierköpfige Familie in den ersten 20 Jahren teurer ist, so spart man als Mieter in den darauf folgenden Jahren, wenn man in eine kleinere, angepasste Mietwohnung wechselt.

Immobilieneigentümer oder Mieter - eine Glaubensfrage

Keiner kann voraussehen und auch nachhaltig kalkulieren, wie sich die Zinsen, der Immobilienmarkt oder die individuellen Lebenssituationen in 30, 40 oder 50 Jahren verändern. Und wer es sich leisten kann, ist nicht gleich der zukünftig neue Bauherr oder Käufer. Es ist schlichtweg Typ-Sache.

Hinzu kommt die aktuelle Situation des Mieters. Ist die Bruttokaltmiete im ortsüblichen Vergleich moderat, sollte man die reine Nettomiete als Vergleich heranziehen, bevor man sich mit der Höhe der zukünftigen Kreditraten für ein Haus beschäftigt, denn Neben- und Betriebskosten zahlt jeder, da verbrauchsabhängig.

In der aktuellen Situation Anfang 2017 sind die Immobilienpreise auf Höchstniveau und hier raten Analysten dazu abzuwarten. Politisch ist der Neubau von Mietwohnungen auf Landes- und Bundesebene im Fokus, ob des Mangels am Wohnungsmarkt. Es ist davon auszugehen, dass durch das größere Engagement im Neubausektor in einigen Jahren wieder interessante Baugrundstücke zu moderateren Preisen und günstigere Immobilien am Markt sind. Zwar kann keiner eine Entspannung zwischen Nachfrage und Angebot am Immobilienmarkt voraussagen, aber es sieht ganz danach aus, zumal die Bevölkerung in Deutschland ganzheitlich nicht wächst, sich nur regional verschiebt.

Wenn sie als Vermieter den optimalen Mietinteressenten haben, oder auch eine verlässliche Mietergemeinschaft, argumentieren sie entsprechend. Denn nichts ist mehr wert, als der stetig zahlende Mieter.

Foto:(c) pixelkorn/ fotolia.com

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