Login
Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Ok Datenschutzerklärung

Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

06.12.2016

Acht Schritte um die Immobilie winterfest zu machen Teil II

Jede Immobilie braucht Pflege, gerade wenn der Winter vor der Tür steht. Nässe, Kälte und Schnee sind die natürlichen Feinde einer jeden Immobilie und es ist höchste Zeit zu agieren. Ob Heizungsanalage oder Fassade, ob Dach oder Fenster, vieles ist beim Wintercheck zu überprüfen und zu bedenken. Wie man sich und seine Immobilie als Eigentümer oder Vermieter optimal auf den Winter vorbereiten sollte, verraten wir anhand von acht Schritten, damit der Wert der Immobilie beständig bleibt.

Spätestens mit dem ersten Anzeichen von Bodenfrost sollte eine Immobilie für die kalte Jahreszeit fit gemacht werden. Wie in Teil I in den ersten vier Schritten beschrieben muss die Heizungsanlage und deren Leitungen ebenso überprüft werden, wie auch alle Wasserleitungen im Außen- und Kellerbereich. Doch was ist mit der "Außenhaut" der Immobilie, mit Dach, Fassade, Fenster & Co?

5. Das Dach im Wintercheck

Oft haben Herbsttürme an den Dachziegeln und Dachrinnen gerüttelt und besonderes Augenmerk sollte fehlenden Dachziegeln und undichten Stellen in der Dachdämmung gelten. Ideal ist die Begutachtung durch einen Fachbetrieb, auch um sofort Wintercheck bei der Immobilie  |  Foto:(c)  ksuklein/fotolia.comnotwendige Reparaturen zeitnah zu veranlassen. Wenn erst einmal Nässe in den Dachstuhl und sein "Gebälk" eingedrungen ist, können Schimmelpilze entstehen und die Statik in Mitleidenschaft gezogen werden.

Tipp: Um fehlende oder verrutschte Dachziegel zu erkennen sollte man, so der TÜV, mit einem Fernglas Reihe für Reihe genau betrachten, bevor man den kostenintensiveren Weg des Dachdeckers wählt. Sind Schäden ersichtlich sollte er jedoch zeitnah hinzugezogen werden.

Aber dennoch kann selbst der geübte Beobachter Schwachstellen der Statik des Dachstuhles nicht ausreichend beurteilen. Oft fallen gerade hier Instandhaltungsrückstände auf, die sich im Laufe mehrere Jahre aufgestaut haben. Selbst kleine Risse im Holz und den Trägern können die Statik beeinflussen und wenn der erste Schnee gefallen ist, kann dies im schlimmsten Fall zum Einsturz der Dachkonstruktion führen, zumindest aber hohe finanzielle Kosten nach sich ziehen.

Schnee wiegt dabei mehr, als man denkt. Der Fachmann spricht von der so genannten "zulässigen Schneelast", deren Höhe jeder Eigentümer in seinen Unterlagen haben müsste. Ist diese nicht bekannt, sollte dies zeitnah von einem Tragwerkplaner, beziehungsweise Bauingenieur errechnet werden. Zur Not kann auch das örtliche Bauamt eine erste Einschätzung abgeben, bevor Gefahr im Verzug ist.

6. Dachrinnen und Fallrohre

Ob geschmolzener Schnee oder lange Regenphasen, wenn die Dachrinnen und Fallrohre undicht sind, leidet die Fassade und im schlimmsten Fall dringt das Regenwasser durch alle zur Verfügung stehenden Risse ein und hinterlässt nach erneutem Frost größere Schäden. Deshalb sollten alle Fallrohre und Dachrinnen auf Leckagen hin überprüft werden.

Doch damit nicht genug. In den meisten Fällen sind Dachrinnen nach dem Herbst durch Äste und Laub verstopft, beziehungsweise "überfüllt". Um Wasserstau und damit ein ungezieltes Ablaufen des Wassers zu verhindern sollten die Dachrinnen jedes Jahr vor dem Winter von Dreck und Laub befreit werden.

Tipp: Solch "gefährlichen" Arbeiten sollte man stets durch einen Fachbetrieb durchführen lassen, da diese in gesicherter Art und Weise diese Reinigungen vornehmen können. Diese Kosten hierfür können als wiederkehrende Kosten auf die Mieter umgelegt werden, was im Übrigen für viele ?wiederkehrende? Arbeiten beim Wintercheck gilt.

7. Kleine Risse der Fassade werden im Winter zu großen

Wenn Regenwasser in die Fassade eindringen kann und das Wasser dann bei Kälte gefriert, können selbst kleine Risse zu womöglich umfassenden Reparaturen führen. Hier sollte man wirklich gründlich vorgehen und alle Risse der Fassade verschließen.

Tipp: Auch ohne eine Firma ist das Ausspähen von Rissen durch ein Fernglas bei Tageslicht durchführbar. Notieren sie sich detailliert den Ort des Risses (links neben drittem Fenster im zweiten Obergeschoss usw.) und kontaktieren sie zeitnah den Fachbetrieb Ihres Vertrauens, bevor Väterchen Frost vorbei schaut.

8. Die größte Schwachstelle sind Fenster und Türen

Je nach Immobilie entweicht die meiste Wärme aus den Außenöffnungen der Immobilie, sprich Türen und Fenstern. Hier rät der Verband privater Bauherren dazu alle, wohlgemerkt alle Öffnungen auf Undichtigkeit hin zu überprüfen. In vielen Fällen können neuere Fenster nachjustiert werden. Aber unabhängig von Bauart der Fenster und Türen sollten die Dichtungen in einem Turnus von circa fünf Jahren erneuert werden, da sie einem stetigen Materialverschleiß ausgesetzt sind.

Im Resümee ist der Wintercheck ebenso wichtig, wie der Frühjahrscheck der Immobilie. Durch die Nässe und Kälte der Wintermonate entstehen die meisten und größten Schäden einer Immobilie. Wer als Eigentümer seinen Wintercheck strukturiert begeht und keinen der acht Tipps vergisst, kommt gut mit seinem Haus durch den Winter. Ob Heizanlage oder Wasserleitungen, ob Dach oder Fassade, ob Türen, Fenster oder Außenbeleuchtung, JETZT ist einiges zu tun, um die Immobilie winterfest zu machen und Väterchen Frost ein Schnippchen zu schlagen.

Foto: (c) ksuklein/fotolia.com

Für Hausverwalter
Die einfache Mitgliedschaft

ist kostenlos und jederzeit kündbar. Melden Sie sich jetzt an und lernen Sie uns und unser Netzwerk kennen, stellen Sie sich und Ihre Firma vor und erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten von HausverwalterScout.

Kostenlos und unverbindlich - die passende Hausverwaltung finden Sie hier:
  • 1.

    Postleitzahl eingeben

  • 2.Kostenlose Anfrage stellen
  • 3.Angebote erhalten und vergleichen!