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Magazin für Hausverwalter, Vermieter und Eigentümer

05.12.2016

Acht Schritte um die Immobilie winterfest zu machen Teil I

Zu Beginn der kalten Jahreszeit denken Immobilienbesitzer intensiv darüber nach, wie man die Immobilie winterfest gestalten kann. Die Gründe sind vorderst finanzieller Natur, um Heizwärme für die Mieter zu reduzieren. Und doch geht es auch darum Instandhaltungsrückstände zu erkennen und zu vermeiden und jede Aktivität diesbezüglich erhält den Wert der Immobilie.

Wer als Eigentümer alle acht Schritte des Winterchecks abarbeitet, um die Immobilie winterfest zu machen, ist optimal auf die kalte Jahreszeit vorbereitet.

Schnee, Hagel, Sturm und Frost setzen nicht nur den Menschen zu, sondern auch Tipps- Immobilie winterfest machen | Foto: (c)  ksuklein/fotolia.comder Immobilie. Wer sein Haus noch nicht winterfest gemacht hat, sollte spätestens jetzt damit anfangen. Dabei sollten Immobilieneigentümer strukturiert vorgehen und alle acht Schritte abarbeiten, um das Haus winterfest zu machen.

Tipp: Bei jedem einzelnen Schritt des Wintercheck sollten Notizen und Fotos erstellt werden um im Nachgang ein Protokoll der möglichen Schäden oder auch der zu fertigenden Arbeiten zu besitzen.

1. Kontrolle aller Heizkörper und der Heizanlage

Jede Heizungsanlage, so der TÜV, sollte einmal pro Jahr von einem Fachbetrieb gewartet werden, um die Leistungsfähigkeit sicher zu stellen. Als Kernstück der Wärmeproduktion einer Immobilie, sofern keine Fernwärme genutzt wird, ist eine Kontrolle idealerweise vor dem Winter, auch aus energetischer Sicht, anzuraten um Heizkosten zu sparen. Zeitgleich zur Kontrolle der Heizanlage sollten auch alle Heizkörper auf ihre Funktion und beinhaltende Luft hin überprüft werden. Um Kosten zu sparen kann die Entlüftung auch ohne Fachbetrieb vorgenommen werden.

2. Heizungs- und Warmwasserleitungen auf Dämmung überprüfen

Die Dämmung von oberirdisch laufenden Heizungsrohren und Warmwasserleitungen ist durch die Energiesparverordnung, kurz EnEV, seit 2011 pflichtig, da über die Rohre zu viel Wärme unkontrolliert nicht dort landet, wo sie landen soll. Deshalb sollte die entsprechende Dämmung im Zuge des Winterchecks überprüft werden, beziehungsweise defekte gegen neue ?Dämmschalen?, die jeder Baumarkt bereithält, ausgetauscht werden.

Achtung: Es besteht generell Dämmpflicht der Rohrleitungssysteme gemäß EnEV. Ausgenommen sind nur vom Eigentümer selbst genutzte Wohneinheiten,

die vor dem 01.02.2002 bereits bewohnt waren. Sollte keine Dämmung vorhanden sein, gerade in Mehrfamilienhäusern, sollte zeitnah ein Fachberater hinzugezogen werden, da ggf. Mieter die Heizkostenabrechnungen anfechten könnten.

3. Der Frost ist der Feind jeder Wasserleitung

Frost kann nicht nur Wasserleitungen im Außenbereich ?aufsprengen?, auch Leitungen im nicht geheizten Keller sollten vor Wintereinbruch genau unter die Lupe genommen werden.

Tipp: Kellerräume sollten nie ganz auskühlen. Es ist ratsam die Temperatur stets und konstant bei über 8 Grad Celsius zu halten.

Leitungsrohre, die im Außenbereich verlegt sind, zum Beispiel für die Gartenbewässerung, sollten abgesperrt und entlüftet werden. Der Wasserhahn sollte nach dem Sperren aufgedreht werden, damit überschüssiges Wasser abfließen kann und das noch in den Rohren befindliche Wasser sich beim Einfrieren ungehindert ausdehnen kann.

Achtung: Sind die Wasserleitungen bereits eingefroren ist schnelles Handeln notwendig, damit die Rohre nicht platzen. Wasser abstellen, Hahn aufdrehen und den Installateur holen. Dieser erwärmt professionell die Leitungen, ohne dass sie Schäden davon tragen. Von einem eigenständigen Erwärmen ist abzuraten.

4. Außenbeleuchtungen sind in der dunklen Jahreszeit wichtig

Die Kontrolle der Außenbeleuchtung ist bei jedem Wintercheck ein Muss. Immobilienbesitzer und Vermieter sollten aus Haftungsgründen für eine gute Beleuchtung der Außenanlagen sorgen. Besonders Treppenaufgänge, Außentreppen, Auffahrten zur Garage oder Wege zum Müllplatz sollten in der dunklen Jahreszeit gut ausgeleuchtet sein, auch um als Nutzer mögliche Gefahren wie Schnee, Eis und Laub gut sehen zu können. Letztlich trägt der Vermieter das Gefahrtragungsrisiko.

Darüber hinaus reduziert Licht das Einbruchsrisiko gerade in der Jahreszeit, in der sich Einbrüche statistisch und real häufen. Seine Immobilie gegen Einbrecher schützen, kann man schon mit solchen kleinen Veränderungen.

Tipp: Neben der Überprüfung sollten bei der Neuanbringung von Leuchtmitteln gleich Bewegungsmelder verbaut werden, um die laufenden Stromkosten zu reduzieren.

Neben der Heizungsanlage, Rohrleitungen und der Außenbeleuchtung sollten beim Winterscheck unbedingt das Dach, die Fenster und Türen, sowie die Fassade einer genauen Überprüfung standhalten. Was diesbezüglich zu beachten ist und welche weiteren Tipps es darüber hinaus noch gibt um die Immobilie winterfest zu machen verraten wir in Teil II.

Foto: (c) ksuklein/fotolia.com

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