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2021: Mieten sinken leicht, Eigentum wird teurer



Der aktuelle Wohnindex evaluiert Daten für die Miethöhe. Demnach sind geringere Zuwanderung und auch die Corona-Pandemie für das leichte Sinken der Mieten verantwortlich. Doch Corona feuert die Nachfrage nach Immobilieneigentum an. In Folge stiegen die Kaufpreise und diese Tendenz wird für 2021 den Immobilienmarkt weiter beflügeln.

Wohnindex | Foto:(c) nattanan23/pixabay.com


Verlässliche Daten zum Immobilienmarkt in Deutschland bietet das Forschungsunternehmen F+B mit dem alljährlichen Wohnindex. Demzufolge steigen die Mieten nicht mehr so stark und in einigen Regionen ist eine sinkende Tendenz erkennbar.

Dem entgegen steigen die Preise für Immobilien in fast allen Regionen und Städten. Die Corona-Pandemie scheint die Nachfrage zu erhöhen. Bei geringem Angebot klar eine Tendenz, die 2021 den Immobilienmarkt beflügeln wird.

2021 sinken wohl die Mieten

Der aktuelle Wohnindex, der Preis- und Mietentwicklungen in Deutschland auswertet, zeigt auch eine relativ klare Tendenz für das laufende Jahr. Nach Auswertung von über 30 Millionen Angeboten auf dem Immobilienmarkt (drittes und viertes Quartal 2020) ist ein leichtes Sinken der Angebotsmieten bei Neuverträgen zu verzeichnen.

Als Ursache benennen viele Experten einen leichten Rückgang der Zuwanderung nach Deutschland. Selbst die Pandemie-bedingten Sterbefälle sind als Faktor erkenn- und messbar. Und in einigen Städten, wie zum Beispiel in Berlin, ist der enorme Zuzug von ehemals über 60.000 Menschen pro Jahr gestoppt.

Im ersten Quartal 2020 waren nur 61 Personen als Zuzugsüberschuss in Berlin verifizierbar, meist Menschen zwischen 20 und 30 Jahren. Hingegen kehren gerade Familien und Ältere den Metropolen Deutschlandweit, auch Corona-bedingt, den Rücken. Demzufolge sinkt die Nachfrage nach Wohnraum gerade in den Ballungsgebieten und dies lässt sich bei den evaluierten Daten der Neuvertragsmieten durchaus bestätigen.

Vergleicht man die Neuvertragsmieten im dritten Quartal 2020 mit dem vierten, so sanken die Mieten zum Beispiel in Kempten im Allgäu um satte 12,9 Prozent, in Wunstorf bei Hannover um 9,9 Prozent und in Freiburg immerhin noch um 5,6 Prozent.

Betrachtet man die Big-Seven, die sieben größten Städte, so verminderte sich im letzten Quartal 2020 vor allem in Frankfurt a.M. mit minus 2,1 Prozent die Mietdynamik. Auch in Berlin brach der Mietermarkt im Corona-bedingt eingeschränkten vierten Quartal ein. Die durchschnittliche Neuvertragsmiete sank um 6,4 Prozent im Verhältnis zum Vorjahr. Die Hauptstadt Deutschlands ist ergo auf den 126´sten Platz der teuersten Regionen abgesackt.

Höhere Neuvertragsmieten in Umlandregionen

Aber es gab auch Städte und Gemeinden, die steigende Neuvertragsmieten verzeichneten. So ist Garmisch-Partenkirchen mit plus 10,6 Prozent Spitzenreiter, vor der Gemeinde Wedemark vor den Toren Hannovers mit plus 8,7 Prozent und Berlin-Bernau, am nordöstlichen Rand der Hauptstadt gelegen, mit einem Plus von 5,8 Prozent.

Betrachtet man die Umlandregionen großer Städte so ist eine höhere Nachfrage nach Wohnraum festzustellen. Aus gutem Grund. Gerade Familien zieht es, auch Corona-bedingt raus aus den dichten Innenstädten und ansteigendes Home-Office verstärkt den Wunsch nach naturnahem Leben. Fehlende Neubauprojekte lassen somit die Nachfrage über dem aktuellen Angebot stehen und somit steigen die Preise für Immobilien im Umland unaufhörlich.

Eigentum wird im Jahr 2021 wohl teurer

Betrachtet man die Daten des Wohnindex genau, so ist eine steigende Tendenz der Kaufpreise für Immobilien abzulesen. So zogen die Preise von Eigentumswohnungen Deutschlandweit um 0,6 Prozentpunkte an und für Einfamilienhäuser um sogar 0,7 Prozent.

Dieselben Gründe, die bei der Entwicklung der Neuvertragsmieten für ein Sinken verantwortlich sind, lassen die Preis von Immobilieneigentum nach oben steigen. Experten gehen davon aus, dass auch Corona hier zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohneigentum führt. Die Menschen sind teils verunsichert und investieren ergo in verlässliche Anlagealternativen, zu denen Wohneigentum nach wie vor gehört.

Zwar ist München das teuerste Pflaster, seit Jahren. Aber hier sanken die Preise für Mieteigentum mit zwei Prozent verhältnismäßig enorm. Auch an dieser Stelle könnte die Flucht aus den Städten Triebfeder sein und so die Immobilienpreise mittelfristig sinken lassen.

Foto:(c) nattanan23/pixabay.com

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